Das Syndikat Bau, Bauhandwerk und Metallkonstruktion des OGBL hat am 20. Mai gemeinsam mit Arbeitnehmern von TK Elevator eine Protestaktion vor dem Sitz des Investmentfonds Advent International in Luxemburg durchgeführt, um gegen die sozialen Folgen der geplanten Übernahme von TK Elevator durch Kone zu protestieren. Diese Aktion war Teil koordinierter gewerkschaftlicher Aktivitäten, die zeitgleich in ganz Europa, in den USA sowie in Südkorea stattfanden.
Dieses Übernahmeprojekt, das nichts anderes als eine Finanzoperation darstellt, wird von einem Konsortium unter der Führung der Investmentfonds Cinven und Advent betrieben und sorgt bei den Mitarbeitern des auf Aufzüge spezialisierten Konzerns für große Besorgnis. Die angekündigten „Synergien“ in Höhe von 700 Millionen Euro nähren die Befürchtung massiver Arbeitsplatzverluste auf globaler Ebene, getrieben von Rentabilitätslogik und organisatorischen Parallelstrukturen.
Auch die völlige mangelnde Transparenz in diesem Fall wird von den Arbeitnehmern und ihren Vertretern kritisiert: Sie erfuhren von dem Übernahmeprojekt erst am 29. April über die Presse, während zuvor keinerlei Informationen oder Verhandlungen mit den Personaldelegationen stattgefunden hatten.
Wie der Präsident der Personaldelegation von TK-Elevator in Luxemburg, Markus Josten, vor Ort erklärte, gingen die Mitarbeiter bislang davon aus, dass das Unternehmen bald an die Börse gebracht werden sollte und nicht weiterverkauft werde: „Die Personaldelegation wurde nicht informiert. Der Aufsichtsrat wurde nicht informiert. Wir haben keine Ahnung, was mit unseren Standorten geschehen wird. Wir wollen Garantien. Wir wollen eine Übergangsvereinbarung, die sicherstellt, dass es keine Entlassungen geben wird, dass die Standorte erhalten bleiben und dass alle wieder ruhig schlafen können.“
Dieser Artikel wurde im Aktuell veröffentlicht (3/2026)
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