In den letzten zwei Jahren hat die der Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB mobilisiert, demonstriert, verhandelt und die Kräfte gebündelt, um die Kaufkraft, die Arbeitsplätze und das luxemburgische Sozialmodell zu verteidigen.
HEUTE TRÄGT DIESE ARBEIT FRÜCHTE.
Das am 8. Juni 2026 zwischen der Regierung und den Sozialpartnern geschlossene Tripartite-Abkommen ist ein wichtiger Fortschritt für die Arbeitnehmer und ihre Familien und entspricht weitgehend den Forderungen der Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB.
DIE ERZIELTEN FORTSCHRITTE:
→ Der soziale Mindestlohn steigt um 200 Euro netto
Noch vor wenigen Wochen wurde uns erklärt, dass das Thema endgültig abgeschlossen sei und dennoch haben wir für die Bezieher*innen des sozialen Mindestlohns eine Nettoerhöhung von rund 200 Euro pro Monat erreicht. Diese Erhöhung setzt sich zusammen aus einer Brutto-erhöhung des Lohns um 3,8 % (zum 1. Januar 2027) und einer Steuergutschrift (zweistufige Erhöhung des CISSM: zum 1. Januar 2027 und zum 1. Juli 2027), die degressiv bis zu einem Bruttolohn von 3.600 Euro gewährt wird.
Fast 70.000 Arbeitnehmer*innen werden direkt von dieser Maßnahme profitieren.
Unsere Forderung nach einer strukturellen Erhöhung des Mindestlohns bleibt bestehen. Unsere Priorität war jedoch stets klar und konsequent: die Kaufkraft derjenigen, die den Mindestlohn beziehen, verbessern.
→ Der Index bleibt geschützt
Zum ersten Mal wurde eine Tripartite eröffnet, bei der der Index als in Stein gemeißelt gilt. Der Index bleibt somit vollständig garantiert und wird weder manipuliert noch verschoben oder gedeckelt. Dies ist das Ergebnis des in den vergangenen zwei Jahren aufgebauten Kräfteverhältnisses.
→ Eine Indexstufe wird im Steuertarif neutralisiert
Dank der Einführung einer neuen Steuergutschrift (Konjunktur-Steuergutschrift) in Höhe einer Indexstufe und deren Einbindung in den Steuertarif profitieren Arbeitnehmer*innen und Rentner*innen ab dem 1. Juni 2026 von einer Steuerentlastung, die ihre Kaufkraft stärkt.
→ Maßnahmen gegen steigende Energiepreise
Das Abkommen sieht insbesondere vorübergehende Senkungen der Kraftstoffpreise, der Stromkosten sowie der Gas- und Heizölpreise vor.
Das Ziel ist klar: die Auswirkungen der Energiekrise auf die Haushalte zu begrenzen und die Inflation zu bremsen.
→ Wohnraum wird endlich zu einer dauerhaften Priorität
Wohnraum ist heute eines der Hauptprobleme des Landes.
Auf Initiative der Gewerkschaften wird ein Begleitausschuss für das Wohnungswesen eingerichtet, um die Entwicklung regelmäßig zu verfolgen und neue Lösungen zu entwickeln.
Der Kampf für bezahlbaren Wohnraum ist nun dauerhaft auf der politischen Agenda verankert.
→ Besserer Beschäftigungsschutz
Die Vereinbarung sieht auch die Schaffung eines Mechanismus vor, der es ermöglicht, sektorale Wiedereingliederungs- und Umschulungsstellen einzurichten, wenn Branchen von Umstrukturierungen oder Arbeitsplatzverlusten betroffen sind.
Dieser Mechanismus wird es ermöglichen, die Arbeitnehmer*innen und ihre Familien vor den Auswirkungen der vielfältigen Krisen und Umbrüche zu schützen, die wir derzeit durchleben.
→ Ein gestärkter Sozialdialog
Einer der wichtigsten Fortschritte dieser Vereinbarung ist institutioneller Natur.
So wird ein ständiger tripartiter Begleitausschuss eingerichtet, um die im Rahmen dieser Vereinbarung eingegangenen Verpflichtungen zu überwachen und die Entwicklung der wirtschaftlichen, sozialen und beschäftigungspolitischen Lage zu prüfen.
Zusammen mit dem Begleitausschuss für Wohnungswesen und den sektoralen Wiedereingliederungs- und Umschulungsstellen stellt dieser tripartite Begleitausschuss eine wesentliche Stärkung unseres Sozialmodells und des Sozialdialogs im Allgemeinen dar.
Während die Regierung Frieden fest vorhatte, die Legitimität der Gewerkschaften als Sozialpartner in Frage zu stellen und dem luxemburgischen Sozialmodell ein Ende zu setzen, ist dies ein wichtiger Sieg für die Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB!
EIN WICHTIGER ETAPPENSIEG…
Jeder Fortschritt in dieser Vereinbarung ist eine direkte Folge des am 28. Juni 2025 geschaffenen Kräfteverhältnisses und der unermüdlichen Arbeit der Delegierten und Militanten der Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB in den letzten zwei Jahren.
… ABER DER KAMPF GEHT WEITER
Die Gewerkschaftsunion OGBL–LCGB wird die Interessen der Arbeitnehmer*innen, der Rentner*innen und ihrer Familien weiterhin mit derselben Entschlossenheit verteidigen. Für strukturelle Lohnerhöhungen, für eine Arbeitszeitverkürzung, für mehr Kollektivverträge und viele weitere soziale Fortschritte werden wir weiterhin mobilisieren – solange es notwendig ist.
ZUSAMMEN SIND WIR STARK!
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