Die OGBL-Sektion Deutsche Grenzgänger hatte am 18. Juni 2026 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Steuerliche Grundlagen für deutsche Grenzgänger“ nach Trier eingeladen.
Mit rund 180 Teilnehmer*innen war die Veranstaltung sehr gut besucht. Das große Interesse zeigte deutlich, wie wichtig steuerliche Fragen für Menschen sind, die in Deutschland wohnen und in Luxemburg arbeiten.
Die Veranstaltung fand im Park Plaza Hotel Trier statt. Ziel des Abends war es, den Mitgliedern eine verständliche und praxisnahe Orientierung zu zentralen steuerlichen Fragen im grenzüberschreitenden Arbeitsalltag zu geben.
Fachvortrag mit großem Praxisbezug
Referentin des Abends war Frau Esther Marx von der Kanzlei Ludwig & Maldener.
In ihrem fast zweistündigen Vortrag erläuterte sie die wichtigsten steuerlichen Grundlagen für deutsche Grenzpendelnde. Dabei ging es unter anderem um die grundsätzliche Steuerpflicht bei Wohnsitz in Deutschland und Beschäftigung in Luxemburg, das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Luxemburg sowie die Frage, welchem Staat in bestimmten Fällen das Besteuerungsrecht zusteht.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Themen, die viele Grenzgänger*innen unmittelbar betreffen. Dazu gehörten insbesondere Homeoffice-Tage, Arbeitstage außerhalb Luxemburgs, Überstunden, Beteiligungsprämien, Steuerklassen, Veranlagungsfragen sowie die Steuererklärung in Luxemburg und Deutschland.
Frau Marx gelang es, die teils komplexen steuerlichen Zusammenhänge verständlich darzustellen. Gerade bei grenzüberschreitenden Sachverhalten ist dies besonders wichtig. Denn kleine Unterschiede im Arbeitsort, bei der Dokumentation von Arbeitstagen oder bei bestimmten Vergütungsbestandteilen können steuerlich erhebliche Folgen haben.
Viele Fragen bereits während des Vortrags
Besonders wertvoll war der intensive Austausch während des gesamten Abends.
Viele Teilnehmer*innen nutzten bereits während des Vortrags die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Frau Marx nahm sich dafür sehr viel Zeit. Sie beantwortete die Fragen ausführlich, verständlich und mit großem Praxisbezug.
Dadurch entwickelte sich die Veranstaltung nicht nur zu einem klassischen Vortrag, sondern zu einem lebendigen Informationsabend. Viele typische Problemstellungen aus dem Alltag deutscher Grenzgänger*innen konnten direkt aufgegriffen und eingeordnet werden.
Auch in der abschließenden Fragerunde zeigte sich nochmals deutlich, wie groß der Informationsbedarf ist.
Starke Resonanz bestätigt die Arbeit der Sektion
Für die OGBL-Sektion Deutsche Grenzgänger ist die sehr gute Beteiligung ein starkes Zeichen.
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass deutsche Grenzgänger*innen verlässliche Informationen, kompetente Ansprechpartner und eine starke gewerkschaftliche Vertretung brauchen. Gerade bei steuerlichen, arbeitsrechtlichen und sozialrechtlichen Fragen entstehen durch das Arbeiten über Grenzen hinweg häufig besondere Herausforderungen.
Die OGBL-Sektion Deutsche Grenzgänger versteht sich als Ansprechpartnerin für genau diese Themen. Sie informiert, berät und vertritt die Interessen der deutschen Grenzgänger*innen innerhalb des OGBL und gegenüber Politik, Verwaltungen und Institutionen.
Der große Zuspruch zu dieser Veranstaltung bestätigt den eingeschlagenen Weg. Die Sektion wird auch künftig Informationsangebote schaffen, die nah an den konkreten Fragen und Bedürfnissen der Mitglieder sind.
Folgeveranstaltung im Saarland geplant
Aufgrund der sehr positiven Resonanz plant die OGBL-Sektion Deutsche Grenzgänger bereits eine weitere Veranstaltung zum Thema Steuern im Saarland.
Diese Folgeveranstaltung soll im vierten Quartal 2026 stattfinden. Weitere Informationen hierzu werden rechtzeitig bekannt gegeben.
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