Politisch motivierter Ausschluss des OGBL von Charta in Düdelingen

Der OGBL reagiert mit großem Unverständnis auf seinen Ausschluss von der Unterzeichnung einer Charta zwischen der FGFC und der Stadt Düdelingen am 3. Februar. Besonders irritierend ist dieser Schritt, da der OGBL ursprünglich als Unterzeichner vorgesehen war. Für den OGBL steht fest: Der spätere Ausschluss steht in direktem Zusammenhang mit seiner legitimen Forderung, an den Verhandlungen über das Gehälterabkommen im öffentlichen Dienst beteiligt zu werden.

Statt auf Dialog und Zusammenarbeit zu setzen, reagiert die FGFC offenbar mit Ausgrenzung auf eine demokratisch begründete gewerkschaftliche Position. Ein solcher Umgang widerspricht den Grundprinzipien eines konstruktiven Sozialdialogs und liegt nicht im Interesse der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

Ebenso unverständlich ist die Haltung der Stadt Düdelingen, die diesen Schritt mitträgt, obwohl die gewerkschaftlichen Mehrheitsverhältnisse innerhalb der Gemeinde bekannt sind. In der Beamtendelegation stellen OGBL-Mitglieder die Mehrheit, in der Salariatsdelegation ist der OGBL allein vertreten. Damit wird ausgerechnet jene Gewerkschaft ausgeschlossen, die den überwiegenden Teil der betroffenen Beschäftigten repräsentiert.

Nach außen wird die Charta als Beitrag zur Stärkung des Sozialdialogs und zur Aufwertung des Gemeindepersonals dargestellt. Dieser Anspruch verliert jedoch erheblich an Glaubwürdigkeit, wenn die größte Gewerkschaft des Landes – und mit Abstand die stärkste innerhalb der Gemeinde – bewusst außen vor gelassen wird.

Die von der FGFC in einer früheren Mitteilung auf ihrer Website erhobenen Vorwürfe angeblicher „Machtgier“ weist der OGBL entschieden zurück. Die Forderung nach einer Beteiligung an den Verhandlungen zum Gehälterabkommen im öffentlichen Dienst ist sachlich begründet und demokratisch notwendig. Die dort getroffenen Entscheidungen betreffen nicht nur einen begrenzten Kreis von Beamten, sondern haben weitreichende Auswirkungen auf tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Bereich.

Betroffen sind unter anderem Gemeindearbeiter, Beschäftigte in staatlichen Verwaltungen und öffentlichen Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in öffentlichen und konventionierten Einrichtungen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich. In vielen dieser Bereiche ist der OGBL die Mehrheitsgewerkschaft. Es ist daher weder nachvollziehbar noch demokratisch vertretbar, den OGBL von Verhandlungen auszuschließen, deren Ergebnisse ganze Berufsgruppen betreffen.

Der OGBL fordert die FGFC und die Stadt Düdelingen auf, diesen Schritt zu überdenken und zu einem offenen, respektvollen und fairen Sozialdialog zurückzukehren. Nur eine Charta, die von allen repräsentativen Gewerkschaften mitgetragen wird, kann glaubwürdig sein.

Der OGBL bleibt bereit, sich konstruktiv einzubringen – im Interesse aller Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und darüber hinaus.

Mitgeteilt vom OGBL-Syndikat Öffentlicher Dienst/Landesverband, am 3. Februar 2026