Noch ein Monat bis zum ersten nationalen Frauenstreik am 7. März 2020!

FraestreikDie Plattform JIF ruft alle Frauen auf am Samstag, den 7. März zu streiken! Frauen, die an diesem Tag keiner Erwerbsarbeit nachgehen, sollen die anfallende unbezahlte Care-Arbeit (putzen, waschen, kochen, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, …) am 7. März liegen lassen. Frauen, die an dem Samstag ihrer Erwerbsarbeit nachgehen, sollen sich am symbolischen Streik beteiligen, indem sie beispielsweise lila Kleidungsstücke tragen, ihren Streikpin sichtbar machen, ihre Pause verlängern, über Misstände sprechen, ihr Arbeitstempo verringern, kein erzwungenes Lächeln aufsetzen oder eine der vielen anderen symbolischen Streikmöglichkeiten nutzen (die Frauensektion des OGBL hat zu diesem Zweck einen Leitfaden entwickelt: https://www.fraestreik.lu/materiel/).

Um den Streik und unsere Forderungen sichtbar zu machen, organisieren wir am 7. März einen großen Demonstrationszug in Luxemburg. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr auf der Place d’Armes. Düdelingen, Bettemburg und Junglinster organisieren jeweils einen Bustransport zum Treffpunkt. Die Escher*innen kommen gemeinsam mit dem Zug. Die Demonstration endet gegen 17:30 Uhr bei den Rotonden, wo anschließend mit Ansprachen, Musik und Tanz der Übergang in den 8. März, den internationalen Frauenkampftag gefeiert wird.

Wir rufen alle Männer dazu auf, sich mit den streikenden Frauen zu solidarisieren, indem sie beispielsweise die anfallende Care-Arbeit erledigen und indem sie an der Demonstration im solidarischen Männerblock teilnehmen.

Unser Streik wird begleitet von einem konkreten und detaillierten Forderungskatalog, der aktuell in einem partizipativen Prozess ausgearbeitet wird.

Wir fordern eine faire Verteilung der Care-Arbeit zwischen allen Geschlechtern. Wir wollen, dass Care-Arbeit mehr Wertschätzung und Anerkennung erfährt. Wir fordern mehr Zeit, mehr Geld und mehr Respekt, um Care-Arbeit besser organisieren, verteilen und leisten zu können. Wir fordern außerdem eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den bezahlten Care-Berufen, im Gesundheits- und Pflegebereich und insbesondere im Reinigungssektor und in der Kinderbetreuung.

Bei unseren großen Pressekonferenz am Dienstag, den 25. Februar um 11:00 Uhr werden wir unsere Forderungen im Detail vorstellen.

Bis dahin warten zahlreiche Austausch-, Netzwerk- und Weiterbildungsveranstaltungen zur Einstimmung auf den Frauenstreik:

  • bei unserem letzten offenen, interkulturellen und intergenerationellen Treffen am 1. Februar in Esch kamen 40 Frauen zusammen
  • über 100 Personennahmen am 5. Februar an der Konferenz „Maid in hell- Maid in Luxembourg“ zur Situation von Haushaltsangestellten teil
  • am 8. Februar hat ein Austauschtreffen für afroluxemburgische Frauen stattgefunden
  • am 22. Februar findet ein weiteres offenes Treffen statt, von 10:30 bis 12:30 in der Chambre des Salariés. Anschließend wird auf der Place d’Armes die luxemburgische Version der Performance „Un violador en tu camino“ aufgeführt
  • am 28. und 29. Februar findet der erste Equal Care Day in Luxemburg statt mit Fokus auf dem Reinigungssektor

Alle kommenden Veranstaltungen werden auf der Webseite aufgelistet: https://www.fraestreik.lu/events/

Der Frauenstreik ist eine Initiative der Plattform JIF.

Organisator*innen: CID | Fraen an Gender,  Conseil National des Femmes du Luxembourg, CSF, CSL, déi gréng, déi jonk gréng, déi Lénk, Femmes en détresse, Femmes socialistes, Finkapé, KWENI, Laika, Lëtz rise up, OGBL, Time for Equality und engagierte Privatpersonen

Sympathisant*innen: Foyer Sichem, Union des Femmes Luxembourgeoises, Golden Z Luxembourg, Movimiento Democrático de Mujeres-Hipatia Luxemburgo, Planning familial, cigale, Voix de Jeunes Femmes, CDMH

Einige Organisationen und Privatpersonen haben sich bereits angeschlossen und alle weiteren Interessierten sind herzlich willkommen.

Facebook: https://www.facebook.com/JIFLuxembourg/

Instagram: https://www.instagram.com/jif_luxembourg/

Offenes Treffen 22. Februar: https://www.facebook.com/events/913683192359977/

Leitfaden zum Frauenstreik (PDF)