25 septembre 2014

OGBL fordert Neueinstellungen bei der Straßenbauverwaltung

voirie_vignetteUnterredung des OGBL-Syndikats Öffentliche Dienste mit dem Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen François Bausch und mit der Direktion der Straßenbauverwaltung

Auf der Tagesordnung der Unterredung standen die Empfehlungen, die kürzlich von der „Commission d’Économie et de Rationalisation“ (CER) ausgesprochen worden waren, betreffend die von der Regierung geforderten Einsparungen von 10% bei den Betriebskosten sämtlicher öffentlicher Verwaltungen und deren negative Folgen für die Einstellungspolitik in der Straßenbauverwaltung.

Die CER legte der Straßenbauverwaltung nahe, Personal, das in den Ruhestand eintritt, nur zur Hälfte zu ersetzen.

Diese Empfehlungen der Kommission stoßen beim OGBL-Syndikat Öffentliche Dienste auf Unverständnis. In einem Schreiben an die CER protestierte das Syndikat vehement gegen die pauschalen „Sparempfehlungen“ und wies auf die damit verbundenen negativen und gefährlichen Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen des Personals hin.

Der enorme Zuwachs des hiesigen Straßenverkehrs, sprich +35,22% an zugelassenen Fahrzeugen und +40,39% am Warentransport im Vergleich zum Jahr 2000 sowie der permanente Ausbau der Infrastrukturen – Ausweitung des Autobahnnetzes (+32,17% im Vergleich zu 2000), Fertigstellung der Nordstraße und des Tunnels „Groufft“, Instandhaltung und -setzung sämtlicher Brücken – beanspruchen das jetzige Personal in höchstem Maße. Demgegenüber steht ein geringer Zuwachs an Personal von +1,71% seit 2000.

Die Reduzierung der finanziellen und personellen Mittel bei einer ständigen Erhöhung des Arbeitsvolumens birgt die Gefahr eines erhöhten Sicherheitsrisikos für das Personal. Die Reduzierung des Personals verschärft die negative Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eher, als sie den Abbau der Arbeitslosenquote fördert. Das OGBL-Syndikat Öffentliche Dienste befürchtet außerdem eine weitere Auslagerung und Privatisierung bei der Straßenbauverwaltung, falls der Personalbestand nicht an das Arbeitsvolumen angepasst wird.

Das OGBL-Syndikat Öffentliche Dienste fordert das Ersetzen aller pensionsberechtigten Bediensteten, (Arbeitnehmer und Beamte) und die massive Aufstockung des Personalbestands der Straßenbauverwaltung.

Sowohl Minister Bausch als auch die Direktion der Straßenbauverwaltung teilten die Ansichten des OGBL-Syndikats Öffentliche Dienste und zeigten vollstes Verständnis für die Argumente der OGBL-Vertreter. In einem Schreiben an den Staatsminister bekräftigte Minister Bausch ein sofortiges Ersetzen des Personals, das in den Ruhestand eintritt.

Mitgeteilt vom OGBL-Syndikat Öffentliche Dienste
am 25. September 2014

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