Öffentlicher Dienst: Die Lohnungleichheiten müssen endlich aufhören

« Gleiche Arbeit, gleicher Lohn. Gleiche Bedingungen, gleiche Rechte. » Für den OGBL und den LCGB ist dieses Grundprinzip weder verhandelbar noch optional. Doch im Jahr 2026 stellt man fest, dass im öffentlichen Dienst Luxemburgs tiefe und strukturelle Ungleichheiten weiterhin bestehen.

Zwischen den Arbeitnehmern des Staates, der Gemeinden und der öffentlichen Einrichtungen bestehen Unterschiede in der Behandlung, obwohl die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und beruflichen Anforderungen durchaus vergleichbar sind. Diese Situation ist ungerecht, sozial inakzeptabel und politisch unverantwortlich.

Für den OGBL und den LCGB ist es höchste Zeit, dem ein Ende zu setzen. Aus diesem Grund starten die beiden Gewerkschaften ab sofort eine Kampagne, um diese Missstände zu beheben. In den kommenden Wochen werden OGBL und LCGB mit politischen Verantwortungsträgern – sowohl auf nationaler als auch auf kommunaler Ebene – zusammenkommen, um ihnen die Situation zu erläutern und ihre Forderungen vorzutragen.

Für einen einzigen Punktwert – Schluss mit der Lohndiskriminierung!

Wie kann es akzeptiert werden, dass Gemeinden und bestimmte öffentliche Einrichtungen weiterhin nicht den hohen Punktwert anwenden? Warum wird künstlich ein Unterschied zwischen einem hohen und einem niedrigen Punktwert aufrechterhalten, obwohl dieser nicht zu rechtfertigen ist?

Die Beibehaltung dieser beiden Werte stellt eine organisierte Lohndiskriminierung dar. Sie spaltet den öffentlichen Dienst, setzt die Beschäftigten in Konkurrenz zueinander und schafft Ungleichheiten, obwohl die ausgeübten Aufgaben gleichwertig sind.

OGBL und LCGB fordern in diesem Zusammenhang klar und unmissverständlich:

  • Einen einzigen, einheitlichen Punktwert (« héije ») für den gesamten öffentlichen Dienst;
  • Die sofortige Abschaffung jeder Lohnunterschiede zwischen Beschäftigten je nach ihrem öffentlichen Arbeitgeber.

Für die Anerkennung von Erfahrung – Schluss mit der Missachtung der Karriereverläufe!

Wie kann es gerechtfertigt werden, dass die Dienstjahre von Arbeitnehmern des Staates nur bis maximal 12 Jahre anerkannt werden, während ein Gemeindeangestellter weiterhin in seiner Karriere aufsteigen und sogar nach 10 Jahren verbeamtet werden kann?

Heute wird die im Dienst der Krone, des Staates, einer Gemeinde, eines Gemeindeverbands oder einer öffentlichen Einrichtung verbrachte Zeit nur teilweise angerechnet – selbst wenn die Karriere und die Erfahrung dieses willkürliche und ungerechte Limit bei Weitem übersteigen.

Die Begrenzung der Anerkennung von Berufserfahrung bedeutet, Jahrzehnte des Engagements, der Kompetenzen und des Know-hows zu ignorieren.

Die Ungerechtigkeit wird noch offensichtlicher, wenn in einigen Gemeinden Kollektivverträge die volle Anerkennung der Berufserfahrung für neu eingestellte Mitarbeiter vorsehen, während Kollegen, die seit vielen Jahren im Dienst sind, weiterhin benachteiligt werden.

Wie kann man akzeptieren, dass die Erfahrung neuer Mitarbeiter vollständig anerkannt wird, während die Erfahrung langjähriger Mitarbeiter missachtet wird?

Dieses System schafft inakzeptable Lohnunterschiede, spaltet die Teams und zerstört den Zusammenhalt im öffentlichen Dienst.

Der OGBL und der LCGB fordern:

  • Die volle (100%ige) Anerkennung der Berufserfahrung für alle;
  • Gleiche Behandlung, unabhängig vom Eintrittsdatum oder dem öffentlichen Arbeitgeber.

Für einen gerechten, transparenten und respektvollen öffentlichen Dienst – Taten statt leerer Versprechungen!

Angesichts dieser anhaltenden Ungleichheiten lehnen der OGBL und der LCGB jede Politik ab, die sich auf Halbmaßnahmen oder leere Worte beschränkt. Sie setzen sich entschlossen ein für: Lohntransparenz; tatsächliche Gleichheit der Rechte und Arbeitsbedingungen; den Respekt vor jedem Beschäftigten im öffentlichen Dienst, unabhängig von seiner Verwaltung oder Gemeinde.

Mitgeteilt von OGBL und LCGB, am 6. Februar 2026