{"id":2476,"date":"2019-07-24T14:20:29","date_gmt":"2019-07-24T12:20:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ogbl.lu\/communiques\/neue-analyse-zeigt-erneut-auf-luxemburg-darf-freihandelsabkommen-ceta-nicht-zustimmen"},"modified":"2023-05-30T11:53:34","modified_gmt":"2023-05-30T09:53:34","slug":"neue-analyse-zeigt-erneut-auf-luxemburg-darf-freihandelsabkommen-ceta-nicht-zustimmen","status":"publish","type":"communiques","link":"https:\/\/www.ogbl.lu\/en\/communique\/neue-analyse-zeigt-erneut-auf-luxemburg-darf-freihandelsabkommen-ceta-nicht-zustimmen\/","title":{"rendered":"Neue Analyse zeigt erneut auf:  Luxemburg darf Freihandelsabkommen CETA nicht zustimmen!"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\"> <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/stop_TTIP_et_CETA.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-28727\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/stop_TTIP_et_CETA.gif\" alt=\"stop_TTIP_et_CETA\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Im Juni dieses Jahres hat die Luxemburger Regierung entschieden, dem Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU (CETA) zuzustimmen. Geplant ist, dass auch das Luxemburger Parlament diesen Herbst sein Einverst\u00e4ndnis zu dem Vertragswerk geben wird. Dieses Abkommen ist europa- und weltweit nach wie vor h\u00f6chst umstritten!<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Teile des CETA-Abkommens sind zwar bereits in Kraft getreten und brauchen somit nicht mehr von den nationalen Parlamenten ratifiziert zu werden. Dennoch bedarf noch ein \u00e4u\u00dferst wesentlicher Bestandteil die Zustimmung der nationalen Parlamente. Tatsache ist, dass dieser Teil von CETA zwar gem\u00e4\u00df europ\u00e4ischem Gerichtshof konform zu EU-Recht ist, dennoch aber aus \u00f6kologischer, sozialer und demokratischer Sicht weiterhin untragbar ist und sich entsprechend weite Teile der Zivilgesellschaft dagegen auflehnen.<\/p>\n<p>Dabei geht es vor allem um die sogenannten Schiedsgerichte (die im Falle von Streitigkeiten zwischen multinationalen Firmen und L\u00e4ndern entscheiden sollen) und damit um Sonderrechte f\u00fcr Betriebe.<\/p>\n<p>Wer nun glaubt, es ginge dabei \u201elediglich\u201d um die <b>Zusammensetzung<\/b> der Schiedsgerichte, der irrt. ES geht noch um weitaus mehr: es geht u.a. um das Recht, dass internationale Konzerne Staaten vor eine \u201eSonderjustiz\u201c zitieren d\u00fcrfen, wenn sie der Meinung sind, dass soziale, \u00f6kologische oder demokratische Normen zu einer Gewinnminderung f\u00fcr sie f\u00fchren.<\/p>\n<p>Aus gesellschaftspolitischer Sicht ist es absolut unverst\u00e4ndlich und nicht hinnehmbar, dass sich Regierungen und Parlamente auf diese Art und Weise freiwillig &#8211; gegen die Interessen des Gemeinwohls &#8211; unter Druck setzen lassen und sich sogar freiwillig Klagen in Millionen- oder gar Milliardenh\u00f6he aussetzen wollen.<\/p>\n<p>Die fatalen Auswirkungen dieser Sondergerichte mit ihren Befugnissen sind analysiert worden und bekannt. Ein neuer Bericht (1), der von einem B\u00fcndnis von Organisationen ver\u00f6ffentlicht wurde &#8211; vor allem Friends of the Earth International bzw. Europe und Frankreich sowie Friends of the Earth Luxemburg \/ Mouvement Ecologique &#8211; zeigt an Hand von 10 Fallbeispielen auf, wie verheerend die Konsequenzen sind und wie stark das Allgemeininteresse sich durch diese zugesprochenen Sonderrechte hinten anstellen muss!<\/p>\n<p>Bisher wurden, so die Analyse der Autoren, bis 2019 sage und schreibe 942 verschiedene F\u00e4lle vor Gericht gebracht, von denen 117 L\u00e4nder betroffen waren. Dies sind jedoch nur die bekannten F\u00e4lle, es ist davon auszugehen, dass es sogar weitaus mehr Prozesse gab. Dabei wurde, in den 70% der F\u00e4ll, bei denen diese Information vorliegt, die astronomische Summe von 623 Milliarden Euro von Firmen gegen\u00fcber Staaten eingeklagt. 88 Milliarden Euro Entsch\u00e4digungen an Firmen mussten bereits von Regierungen ausgezahlt werden! Aber immer noch, werden weitere Freihandelsabkommen, wie z.B. vor kurzem der Mercursor-Vertrag (EU- 4 s\u00fcdamerikanische Staaten), ohne gr\u00f6\u00dfere kritische Debatte von der EU-Kommission durchgewunken.<\/p>\n<p><b>Millionen Menschen haben in den letzten Jahren klar bezeugt, dass Handelsabkommen der EU mit anderen Staaten oder Staatengruppen sozial, \u00f6kologisch und demokratisch ausgestaltet werden m\u00fcssen<\/b>. Das Abkommen mit den USA-TTIP &#8211; geht nun in eine neue Verhandlungsrunde, ohne dass der Klimaschutz &#8211; trotz Pariser Abkommen &#8211; eine Bedeutung spielen soll. Wer einen zu Menschenrechten konformen, klimavertr\u00e4glichen, sozialen und demokratischen Weltmarkt sicherstellen will, der muss heutige Freihandelsabkommen fundamental hinterfragen und ablehnen.<\/p>\n<p>Unsere Abgeordnetenkammer darf auf keinen Fall im Herbst den CETA-Vertrag absegnen und somit das Primat von Multinationalen \u00fcber das Gemeinwohl aller stellen! Luxemburg muss sich konsequent gegen den Mercursor-Vertrag stellen! Die Zivilgesellschaft ist somit wieder mal aufgerufen sich im Herbst konsequent in diesem Sinne zu engagieren!<\/p>\n<p><b><i>Plattform Stop CETA &amp; TTIP (*)<\/i><\/b><\/p>\n<p><b><i>Meng Landwirtschaft (**)<\/i><\/b><br \/>\n<b>(*) <\/b> Bericht : \u00ab 10 histoires de d\u00e9tournement de la justice par les riches et les multinationales \u00ab (co-\u00e9diteur Mouvement Ecologique)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/foe-red-carpet-courts-FR-FINAL-WEB.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">foe-red-carpet-courts-FR-FINAL-WEB.pdf<\/a><\/p>\n<p>Die Internetseite zum Bericht<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/10isdsstories.org\/fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/10isdsstories.org\/fr\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>(*) <\/i><strong><i>Mitglieder der Plattform Stop CETA &amp; TTIP: <\/i><\/strong><i>ALEBA, ASTM \/ Cercle de coop\u00e9ration des ONG de d\u00e9veloppement, Bio-L\u00ebtzebuerg, Caritas, CGFP, Fairtrade, FGFC, FNC \/ Landesverband, Greenpeace, Landjugend a Jongbaueren, LCGB, Mouvement Ecologique, natur&amp;\u00ebmwelt a.s.b.l., OGBL, Stop TAFTA, Syprolux, ULC, Union Syndicale F\u00e9d\u00e9rale<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>(**)<b> Mitglieder von \u201eMeng Landwirtschaft\u201c:<\/b> natur&amp;\u00ebmwelt a.s.b.l., Bio-L\u00ebtzebuerg \u2013 Vereenegung fir Bio-Landwirtschaft L\u00ebtzebuerg asbl, Greenpeace Luxemburg, Action Solidarit\u00e9 Tiers Monde, SOS Faim Luxembourg, Mouvement Ecologique, Caritas Luxembourg, Aide \u00e0 l\u2019Enfance de l\u2019Inde et du N\u00e9pal, attac, CELL, Cercle de Coop\u00e9ration, Emweltberodung L\u00ebtzbuerg, Eglise catholique \u00e0 Luxembourg, etika, Fairtrade L\u00ebtzebuerg, Fr\u00e8res des Hommes, L\u00ebtzebuerger Landesverband fir Beienzucht, Ligue CTF, SEED, Slow Food Luxembourg, VegInfo Luxembourg und Vegan Society Luxembourg<\/i><b><i><\/i><\/b><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":3695,"template":"","categorie_communiques":[38,40],"syndicat":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\r\n<title>Neue Analyse zeigt erneut auf: Luxemburg darf Freihandelsabkommen CETA nicht zustimmen! - OGBL<\/title>\r\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\r\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/neue-analyse-zeigt-erneut-auf-luxemburg-darf-freihandelsabkommen-ceta-nicht-zustimmen\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\r\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\r\n<meta property=\"og:title\" content=\"[:de]Neue Analyse zeigt erneut auf: Luxemburg darf Freihandelsabkommen CETA nicht zustimmen![:en]Neue Analyse zeigt erneut auf: Luxemburg darf Freihandelsabkommen CETA nicht zustimmen![:] - OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"og:description\" content=\"Im Juni dieses Jahres hat die Luxemburger Regierung entschieden, dem Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU (CETA) zuzustimmen. 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