{"id":813,"date":"2010-07-14T15:50:54","date_gmt":"2010-07-14T13:50:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ogbl.lu\/communiques\/non-monsieur-le-premier-ministre-la-tripartite-na-pas-echoue-du-fait-que-le-cote-syndical-nierait-lexistence-dune-crise"},"modified":"2023-07-03T11:16:28","modified_gmt":"2023-07-03T09:16:28","slug":"non-monsieur-le-premier-ministre-la-tripartite-na-pas-echoue-du-fait-que-le-cote-syndical-nierait-lexistence-dune-crise","status":"publish","type":"communiques","link":"https:\/\/www.ogbl.lu\/de\/communique\/non-monsieur-le-premier-ministre-la-tripartite-na-pas-echoue-du-fait-que-le-cote-syndical-nierait-lexistence-dune-crise\/","title":{"rendered":"Nein, Herr Staatsminister, die Tripartite ist nicht daran gescheitert, dass die Gewerkschaftsseite abstreitet, es g\u00e4be eine Krise!"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Staatsminister,<\/p>\n<p>anl\u00e4sslich der Hauptversammlung der Luxemburger Handelskonf\u00f6deration (clc) am<br \/>\n9. Juli 2010 sollen Sie Presseberichten zufolge wieder einmal erkl\u00e4rt haben, es g\u00e4be<br \/>\neine Seite der luxemburgischen Sozialpartnerschaft \u2013 gemeint ist wohl die<br \/>\nGewerkschaftsseite im Allgemeinen und wahrscheinlich der OGBL im Besonderen \u2013<br \/>\ndie konsequent abstreite, es g\u00e4be eine Krise. Erlauben Sie mir zu sagen, dass dies<br \/>\neine Unterstellung ist, die so nicht unbeantwortet im Raum stehen bleiben darf,<br \/>\nauch wenn Sie aus dem Mund des Regierungschefs kommt.<\/p>\n<p>Wenn es Organisationen in Luxemburg gibt, die tagt\u00e4glich, und dies bereits seit<br \/>\n2008, mit der Realit\u00e4t der Finanz- und Wirtschaftskrise konfrontiert sind, dann sind<br \/>\nes sicherlich die Gewerkschaften, an erster Stelle der OGBL als die f\u00fchrende dieser<br \/>\nGewerkschaften. Von schwierigen Kollektivvertragsverhandlungen bis hin zu<br \/>\nunz\u00e4hligen Sozialpl\u00e4nen und Firmenschlie\u00dfungen haben wir tagt\u00e4glich mit dieser<br \/>\nungl\u00fccklichen Situation zu tun. Tausende Arbeitnehmer erleiden seit 2008<br \/>\nKurzarbeit mit erheblichen Einkommenseinbussen und Tausende haben definitiv ihre<br \/>\nArbeitsstelle verloren. Hinter diesen Opfern der Krise stehen in der Regel noch vier<br \/>\nMal so viele betroffene Menschen, n\u00e4mlich deren Familienangeh\u00f6rigen.<\/p>\n<p>Als die Finanzkrise im Jahre 2008 Luxemburg erreichte, war der OGBL damit<br \/>\neinverstanden, dass der Staat rund 3 Milliarden Euro \u00fcber Staatsdarlehen zur<br \/>\nVerf\u00fcgung stellte, um die beiden in Luxemburg stark verankerten Banken Fortis<br \/>\n(heute BGL BNP Paribas) und Dexia-BIL vor dem Konkurs zu retten. Damals<br \/>\nfunktionierte der Sozialdialog hervorragend. Es standen tausende von<br \/>\nArbeitspl\u00e4tzen, Millionen Euro an kleinen Spareinlagen sowie das Image des<br \/>\nLuxemburger Bankenplatzes auf dem Spiel.<\/p>\n<p>Der OGBL war damals auch mit einer antizyklischen Politik einverstanden, die in<br \/>\nerster Linie darauf hinzielte, die Kaufkraft der Menschen und die staatlichen<br \/>\nInvestitionen auf einem hohen Niveau zu halten. Diese Politik war richtig und hat<br \/>\nma\u00dfgeblich dazu beigetragen, dass die Krise Luxemburg weniger hart traf, als die<br \/>\nmeisten anderen europ\u00e4ischen L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Im Einklang mit der europ\u00e4ischen Gewerkschaftsbewegung warnte der OGBL bereits<br \/>\nlange vor den Tripartite-Verhandlungen davor, nicht zu fr\u00fch aus der die Konjunktur<br \/>\nbelebenden Politik auszusteigen. Aus unserer Sicht \u2013 und diese wird auch von<br \/>\neminenten internationalen Wirtschaftswissenschaftlern geteilt \u2013 kann eine zu<br \/>\nschnelle Fokussierung auf die Staatsschulden- und Defizite, die sich nat\u00fcrlich auch<br \/>\naufgrund der Rettung der Banken massiv erh\u00f6hten, den wirtschaftlichen<br \/>\nAufschwung durch \u00fcbertriebene Sparma\u00dfnahmen, gro\u00dffl\u00e4chige Steuererh\u00f6hungen<br \/>\nund ein Einfrieren der Staatsausgaben gef\u00e4hrden. Wie wir in denjenigen<br \/>\neurop\u00e4ischen L\u00e4ndern in denen solche Austerit\u00e4tsprogramme von den Regierungen<br \/>\nund Parlamenten angenommen wurden, sehen, treffen diese Ma\u00dfnahmen in erster<br \/>\nLinie die kleinen und mittleren Einkommen und attackieren die Kaufkraft der gro\u00dfen<br \/>\nMehrheit der Bev\u00f6lkerung mit allen sich daraus ergebenden negativen Folgen f\u00fcr<br \/>\nden so dringend ben\u00f6tigten wirtschaftlichen Aufschwung. Und in Luxemburg ist das<br \/>\nnicht anders, weil die Politik das so will, obwohl Luxemburg das einzige Land der<br \/>\nEurozone ist, das noch immer die Maastricht-Kriterien respektiert und dessen<br \/>\nStaatsdefizit unter 3% liegt.<\/p>\n<p>Sie, Herr Staatsminister, haben am 14. Oktober 2008, mitten in der Finanzkrise, im<br \/>\nParlament folgendes gesagt: \u201eOuni Konsum kee Wirtschaftskreeslaf m\u00e9i; den<br \/>\nD\u00e4iwelskrees ass bekannt\u201c. Dass Sie heute als Politiker sozialer Pr\u00e4gung eine<br \/>\nHaushaltssanierung auf Kosten der kleinen und mittleren Einkommen und deshalb<br \/>\nauf Kosten des Konsums durchforcieren wollen, obwohl sich die Wirtschaftsdaten<br \/>\nvon Monat zu Monat verbessern, ist nicht nachzuvollziehen.<\/p>\n<p>Des Weiteren ist Ihre Last-Minute-Fokussierung der Tripartite-Gespr\u00e4che auf den<br \/>\nIndex ebenfalls nicht zu verstehen. Sie, Herr Juncker, der \u00fcber viele Jahre hinweg<br \/>\nunser bew\u00e4hrtes Indexsystem gegen alle Angriffe von innen und au\u00dfen verteidigten,<br \/>\nzum Teil mit den gleichen Argumenten wie die Gewerkschaften*, haben in dieser<br \/>\nFrage und zu einem Zeitpunkt von niedriger Inflation eine Kehrtwende<br \/>\nsondergleichen gemacht. Sie wissen nat\u00fcrlich, dass die von Ihnen von neuem ins<br \/>\nGespr\u00e4ch gebrachte Idee eines gedeckelten Indexes nichts mit Sozialpolitik zu tun<br \/>\nhat. Mit dieser Idee haben Sie nur den Sozialneid gesch\u00fcrt. Wenn Sie die<br \/>\nEinkommensstruktur in Luxemburg sozialer gestalten m\u00f6chten, dann m\u00fcssen Sie die<br \/>\nStruktur der Steuertabelle so ab\u00e4ndern, dass die h\u00f6heren Einkommen h\u00f6her<br \/>\nbesteuert werden. Das hei\u00dft n\u00e4mlich auch, dass eine Indextranche f\u00fcr die h\u00f6heren<br \/>\nGeh\u00e4lter h\u00f6her besteuert wird. Sie wissen nat\u00fcrlich, dass der Index an sich keine<br \/>\nsozialpolitische Ma\u00dfnahme ist, sondern lediglich ein Kompensationsinstrument, das<br \/>\neine bereits stattgefundene inflationsbedingte Geldentwertung f\u00fcr Lohnempf\u00e4nger<br \/>\nund Pensionierte ausgleicht. Der Index treibt die Schere zwischen Arm und Reich<br \/>\nnicht weiter auseinander.<\/p>\n<p>Sie als sozialpolitisch gepr\u00e4gter Staatsmann wissen, dass die Familien der in<br \/>\nLuxemburg arbeitenden Personen seit der Desindexierung des Kindergeldes im<br \/>\nJahre 2006 und aufgrund des desindexierten Kinderbonus seit mehreren Jahren<br \/>\nkontinuierlich an Kaufkraft verlieren. Trotzdem scheuen Sie sich nicht, gerade die<br \/>\nkleinen und mittleren Einkommen jetzt noch einmal kr\u00e4ftig zur Kasse zu bitten,<br \/>\nindem Ihre Regierung zum 1. Januar 2011 eine Krisensteuer von 0,8% einf\u00fchren,<br \/>\neine Erh\u00f6hung der Solidarit\u00e4tssteuer um 1,5% sowie eine Halbierung der<br \/>\nKilometerpauschale durchf\u00fchren will. Nein, die Halbierung der Wegpauschale reichte<br \/>\nIhnen noch nicht aus, sie gehen jetzt noch einen Schritt weiter und streichen<br \/>\nau\u00dferdem die Vier-Kilometerpauschale, die bereits in den Lohnsteuertabellen<br \/>\nber\u00fccksichtigt ist. Sie wissen auch, dass die neue Regelung beim Kindergeld trotz<br \/>\ndes neuen Systems der Finanzbeihilfen bei Hochschulstudien zu Einsparungen von<br \/>\n\u00fcber 30 Millionen \u20ac auf Kosten kinderreicher Familien mit kleinen und mittleren<br \/>\nEinkommen und vor allem der Grenzg\u00e4nger f\u00fchren wird. Diese Politik ist verwerflich<br \/>\nund Sie haben im Rahmen des vergangenen Wahlkampfs grenzg\u00e4ngerfeindliche<br \/>\nVorschl\u00e4ge der liberalen Partei strikt abgelehnt. Heute praktizieren Sie selbst eine<br \/>\nsolche Politik!<\/p>\n<p>Sie behaupten auch immer im Einklang mit den Patronatsverb\u00e4nden, die<br \/>\nGewerkschaften h\u00e4tten im Rahmen der Tripartite-Gespr\u00e4che keine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr<br \/>\ndie Sanierung der Staatsfinanzen gemacht. Auch dies ist schlicht falsch!<br \/>\nDer OGBL hat beispielsweise in den vergangenen Monaten die folgenden, ganz<br \/>\nkonkreten Vorschl\u00e4ge gemacht, um zus\u00e4tzliche Einnahmen zu generieren, die es<br \/>\nm\u00f6glich machen w\u00fcrden, insbesondere auf die Krisensteuer und die Reduzierung<br \/>\nder Wegpauschale zu verzichten. Diese Vorschl\u00e4ge wurden bis heute von<br \/>\nRegierungsseite mit keinem Wort kommentiert:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine substanzielle Erh\u00f6hung des Spitzensteuersatzes auf Einkommen \u00fcber 250.000 Euro<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung einer j\u00e4hrlichen Pauschaltaxe auf den Finanzbeteiligungsgesellschaften (Soparfi) von 3.000 Euro (Mehreinnahmen: 25.000 x 3.000 = 75 Millionen Euro)<\/li>\n<li>Eine bescheidene Steuer auf den Net Assets der Investmentfonds von 0,005% (Mehreinnahmen: 95 Millionen Euro)<\/li>\n<li>Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer Wenn der OGBL am 12. April 2010 nicht \u00f6ffentlich die Ihnen bestens bekannten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sparvorhaben von Finanzminister Frieden abgelehnt h\u00e4tte, w\u00e4re das Sparprogramm<br \/>\nnoch viel drastischer ausgefallen. Was f\u00fcr ein Land mit dem niedrigsten<br \/>\nStaatshaushaltsdefizit, den niedrigsten Staatsschulden und der h\u00f6chsten<br \/>\nWachstumsrate Europas v\u00f6llig \u00fcbertrieben w\u00e4re.<\/p>\n<p>Hiermit m\u00f6chte ich noch einmal betonen, dass es f\u00fcr den OGBL wohl eine weltweite<br \/>\nWirtschaftskrise gibt, die urspr\u00fcnglich durch eine nicht nachzuvollziehende, nur dem<br \/>\nGro\u00dfkapital dienende, Bankenderegulierung durch die Staaten verursacht wurde.<br \/>\nDie Frage ist, wie gehen wir in Luxemburg heute damit um, und welche politischen<br \/>\nEntscheidungen treffen wir, um einerseits die Gesch\u00e4digten zu entsch\u00e4digen, den<br \/>\nAufschwung insbesondere in denjenigen Wirtschaftssparten, die sich innerhalb der<br \/>\nnationalen Grenzen abspielen beispielsweise durch Kaufkraftf\u00f6rderung zu<br \/>\nunterst\u00fctzen, und andererseits mitzuhelfen, dass auf internationaler Ebene<br \/>\nMa\u00dfnahmen getroffen werden, die eine solche Krise in Zukunft verhindern k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Arbeitnehmer und Pensionierten, die Hauptgesch\u00e4digten der weltweiten<br \/>\nWirtschaftskrise, haben durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Verlust von<br \/>\nPensionsrechten, Abbau von Sozialleistungen usw. bereits zur Gen\u00fcge gezahlt.<br \/>\nHeute ist es an der Zeit, dass die Verursacher zur Kasse gebeten und zur<br \/>\nVerantwortung gezogen werden.<\/p>\n<p>Der OGBL ist gerne bereit im Herbst \u00fcber die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der<br \/>\nLuxemburger Wirtschaft zu diskutieren. Wir haben uns in der Vergangenheit des<br \/>\n\u00d6fteren diesbez\u00fcglich ge\u00e4u\u00dfert und gefordert, dass solche Diskussionen<br \/>\nsektorbezogen gef\u00fchrt werden m\u00fcssten. Pauschale dogmatische Aussagen, die von<br \/>\nau\u00dfen gesteuert werden, machen in diesem Zusammenhang keinen Sinn.<br \/>\nLuxemburg muss wieder im Sozialdialog seine eigenen L\u00f6sungen f\u00fcr seine Probleme<br \/>\nfinden. Die letzte Tripartite konnte nicht gelingen, da insbesondere die<br \/>\nPatronatsseite sowie etliche Politiker sich ausschlie\u00dflich vom neoliberalen Dogma<br \/>\nleiten lie\u00dfen und nicht von der spezifisch luxemburgischen Situation. Dass die<br \/>\nWirtschaftswissenschaft keine exakte Wissenschaft ist, beweisen unter anderen die<br \/>\nArbeiten von Nobelpreistr\u00e4gern wie Stiglitz und Krugmann, die sich der neoliberalen<br \/>\n\u201epens\u00e9e unique\u201c in vielen Fragen widersetzen. Auch in Luxemburg gibt es<br \/>\nWirtschaftswissenschaftler, die versuchen, eine objektive Analyse der<br \/>\nWirtschaftsdaten zu machen. Sie begn\u00fcgen sich nicht mit den vorgegebenen<br \/>\nInterpretationen der weltweiten Wirtschaftslobby. Deren Analysen werden aber<br \/>\nleider weder von Ihnen selbst noch von den f\u00fcr Wirtschafts- und Finanzpolitik<br \/>\nzust\u00e4ndigen Stellen ernst genommen.<\/p>\n<p>Sie, Herr Staatsminister, als kritischer Beobachter des Zeitgeschehens, m\u00fcssen<br \/>\ndoch auch skeptisch werden, wenn alle internationalen Finanz- und<br \/>\nWirtschaftsinstanzen das Gleiche erz\u00e4hlen wie die Wirtschaftslobbyisten. Obwohl alle<br \/>\ngemeinsam die Krise nicht kommen sahen und sich weigern, daraus die richtigen<br \/>\nSchl\u00fcsse zu ziehen, schreiben sie den Staaten heute die L\u00f6sungen vor, um aus der<br \/>\nKrise herauszukommen. Wenn man genau hinschaut sind es genau die gleichen<br \/>\nRezepte wie vor der Krise: Reduzierung der Sozialetats, Steuerreduzierungen f\u00fcr die<br \/>\nBetriebe und Kapitaleigner, Deregulierung des Arbeitsrechts, usw. Diese Leute sind<br \/>\nimmer noch davon \u00fcberzeugt, dass der total freie Markt alles von selbst reguliert. Es<br \/>\nist an der Zeit, dass echte Politiker den Mut aufbringen, den ferngesteuerten<br \/>\nExperten das Heft aus der Hand zu nehmen und die Grundlagen zu schaffen f\u00fcr eine<br \/>\nweltweite soziale Marktwirtschaft, die sich an den Kriterien der nachhaltigen<br \/>\nEntwicklung orientiert.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich Ihnen ans Herz legen, daf\u00fcr zu sorgen, dass sich im Herbst<br \/>\ndie Dreierdiskussionen nicht erneut auf den Index konzentrieren, ansonsten es mit<br \/>\ndem OGBL keine Einigung geben kann. Auf diesem Gebiet gibt es den zu diesem<br \/>\nZeitpunkt bekannten Wirtschaftsdaten zufolge und angesichts der niedrigen Inflation<br \/>\nn\u00e4mlich \u00fcberhaupt keinen Handlungsbedarf, au\u00dfer, dass Sie, Herr Staatsminister,<br \/>\nals Pr\u00e4sident der Eurogruppe sich daf\u00fcr einsetzen k\u00f6nnten, dass ein solches System<br \/>\ndes automatischen Ausgleichs der Geldentwertung f\u00fcr die Arbeitnehmer und<br \/>\nRentner im gesamten Euroraum eingef\u00fchrt wird. Das w\u00fcrde n\u00e4mlich verhindern,<br \/>\ndass der soziale Frieden in verschiedenen L\u00e4ndern st\u00e4ndig bedroht ist und dass<br \/>\ngro\u00dfe Teile der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung in einem Prozess der schleichenden<br \/>\nVerarmung begriffen sind.<\/p>\n<p>Hochachtungsvoll<br \/>\nJean-Claude Reding<br \/>\nPr\u00e4sident des OGBL<\/p>\n<h5><em>* Jean-\u00adClaude Juncker, <\/em><br \/>\n<em>D\u00e9claration de politique g\u00e9n\u00e9rale, 12.Oktober 2005:<\/em><br \/>\n<em>\u00abT g\u00ebtt Kreesser hei am Land fir d\u00e9i reduz\u00e9iert d&#8217;Kompetitivit\u00e9itsfro sech op d&#8217;Fro vum Index. D\u00ebs Fro stellt sech, mee se stellt sech \u00ebmmer och am Zesummenhank vun der Erhalung vum soziale Fridden: och de soziale Fridden ass ee Standuertargument. Den Index erlabt e Minimum vun organis\u00e9ierter nationaler Lounpolitik \u2013jiddferengem seng Pei g\u00ebtt der Inflatioun ugepasst. D&#8217;Index\u00e9ierung schaft esou de Fr\u00e4iraum, deen dezentralis\u00e9iert betribsbezunnen Tarifpolitik m\u00e9iglech m\u00e9cht. Wann een den Index ofschaft, da g\u00ebtt d&#8217;ganz Tarifpolitik national an domat manner betribsbezunn. D&#8217;Ekonomie \u2013 a besonnesch d&#8217;Patronat \u2013 hunn dob\u00e4i n\u00ebmmen ze verl\u00e9ieren.<\/em><br \/>\n<em>D&#8217;Regierung h\u00e4llt un der Index\u00e9ierung vun de L\u00e9in a Geh\u00e4lter fest \u2026 d&#8217;Index\u00e9ierung br\u00e9ngt d&#8217;Kompetitivit\u00e9it net prinzipiell a Gefor &#8230; Alkohol an Tubak mussen net am Wuerekuerw stoen, d&#8217;Petrolsprodukter mussen drastoe bleiwe well hir Erh\u00e9ijung verdeiert d&#8217;Liewe vum Duerchschn\u00ebttsbierger an engem geh\u00e9ierege Mooss.\u2026<\/em><br \/>\n<em>Wa mer w\u00eblle komplett kompetitiv bleiwen, da musse mer eis Wirtschaftsinfrastruktur kontinu\u00e9ierlech komplet\u00e9ieren.\u00bb<\/em><\/h5>\n<p><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","categorie_communiques":[41],"syndicat":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\r\n<title>Nein, Herr Staatsminister, die Tripartite ist nicht daran gescheitert, dass die Gewerkschaftsseite abstreitet, es g\u00e4be eine Krise! - OGBL<\/title>\r\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\r\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/non-monsieur-le-premier-ministre-la-tripartite-na-pas-echoue-du-fait-que-le-cote-syndical-nierait-lexistence-dune-crise\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\r\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\r\n<meta property=\"og:title\" content=\"[:fr]Non, Monsieur le Premier Ministre, la Tripartite n\u2019a pas \u00e9chou\u00e9 du fait que le c\u00f4t\u00e9 syndical nierait l\u2019existence d\u2019une crise![:de]Nein, Herr Staatsminister, die Tripartite ist nicht daran gescheitert, dass die Gewerkschaftsseite abstreitet, es g\u00e4be eine Krise![:en]Non, Monsieur le Premier Ministre, la Tripartite n\u2019a pas \u00e9chou\u00e9 du fait que le c\u00f4t\u00e9 syndical nierait l\u2019existence d\u2019une crise![:] - OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"og:description\" content=\"Sehr geehrter Herr Staatsminister, anl\u00e4sslich der Hauptversammlung der Luxemburger Handelskonf\u00f6deration (clc) am 9. 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