{"id":2418,"date":"2019-01-07T11:26:44","date_gmt":"2019-01-07T10:26:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ogbl.lu\/communiques\/une-lutte-de-tous-les-jours-pour-la-reconnaissance"},"modified":"2023-05-25T11:49:27","modified_gmt":"2023-05-25T09:49:27","slug":"une-lutte-de-tous-les-jours-pour-la-reconnaissance","status":"publish","type":"communiques","link":"https:\/\/www.ogbl.lu\/de\/communique\/une-lutte-de-tous-les-jours-pour-la-reconnaissance\/","title":{"rendered":"Ein t\u00e4glicher Kampf um Anerkennung"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die OGBL-Abteilung Behinderte Arbeitnehmer k\u00e4mpft seit 15 Jahren f\u00fcr die Verbesserung der Bedingungen und Rechte der Menschen mit Behinderung.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/148992_10150941013436757_573326756_11734612_1539981382_n.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-27543\" style=\"border: 0px none;\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/148992_10150941013436757_573326756_11734612_1539981382_n.jpg\" alt=\"148992_10150941013436757_573326756_11734612_1539981382_n\" width=\"300\" \/><\/a>Der OGBL verf\u00fcgt seit 2003 \u00fcber eine Abteilung, die ausschlie\u00dflich den behinderten Arbeitnehmern gewidmet ist.<\/p>\n<p>Der Ursprung dieser Abteilung geht auf 1998 zur\u00fcck, als im Anschluss an den nationalen Tag der Behinderung der OGBL beschloss, eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Dies mit dem Zweck sich einerseits intensiver mit dieser Problematik auseinanderzusetzen und andererseits Druck auf die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden auszu\u00fcben, damit sich der Zugang der behinderten Menschen zum Arbeitsmarkt verbessert.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter wurde dann die Abteilung f\u00fcr Behinderte Arbeitnehmer (DTH) gegr\u00fcndet, mit dem Ziel die Rechte der Arbeitnehmer mit Behinderung zu verteidigen und auszubauen und nach und nach die Hindernisse aus dem Weg zu r\u00e4umen, die sich noch allzu oft auf ihrem beruflichen Weg befinden.<\/p>\n<p>Bis 2004 war der Zugang zum traditionellen Arbeitsmarkt f\u00fcr Menschen mit Behinderung extrem schwierig, um nicht zu sagen fast unm\u00f6glich. Dar\u00fcber hinaus waren die Bedingungen, unter denen sie arbeiten mussten, geradezu besch\u00e4mend.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Mehrheit der betroffenen Menschen wurde zu gesch\u00fctzten Werkst\u00e4tten hin orientiert, wie dies auch heute noch \u00f6fter der Fall ist. Doch zu der Zeit wurden sie f\u00fcr ihre geleistete Arbeit nicht bezahlt, auch wenn sie unter Vertrag und zu festen Zeiten arbeiteten (mit Ausnahme der gesch\u00fctzten Werkstatt der Stiftung Kr\u00e4izbierg in D\u00fcdelingen, die Vorreiter auf diesem Gebiet war).<\/p>\n<p>Ein erster Erfolg auf diesem Gebiet konnte 2004 mit der unter Druck des OGBL und seiner DTH-Abteilung zustande gekommenen Einf\u00fchrung eines Arbeitnehmerstatuts f\u00fcr Menschen mit Behinderung verbucht werden. Damit wurden die Rechte der Arbeitnehmer mit Behinderung gest\u00e4rkt und ihnen wurde nun eine Entlohnung als Gegenleistung f\u00fcr ihre Arbeit garantiert. Der OGBL unterschrieb 2004 ebenfalls eine erste gemeinsame Charta mit der UEL, um die Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu integrieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Die Umsetzung des Aktionsplans 2012-2017 <\/em><em>l\u00e4sst zumindest zu w\u00fcnschen \u00fcbrig<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/548556_10150941010706757_573326756_11734591_989146899_n.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-27544 alignleft\" style=\"border: 0px none;\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/548556_10150941010706757_573326756_11734591_989146899_n.jpg\" alt=\"548556_10150941010706757_573326756_11734591_989146899_n\" width=\"300\" \/><\/a>Auch unter dem Impuls der OGBL-Abteilung DTH wurde ein nationaler Aktionsplan zugunsten der behinderten Menschen ausgearbeitet, der 2012 von der Regierung f\u00fcr die f\u00fcnf folgenden Jahre vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Zu den Priorit\u00e4ten dieses Aktionsplans z\u00e4hlten insbesondere: Die aktive F\u00f6rderung der Integration der behinderten Menschen in den Arbeitsmarkt, die Einf\u00fchrung einer Studentenb\u00f6rse f\u00fcr behinderte Arbeitnehmer, die Schaffung einer Zusammenarbeit zwischen den gesch\u00fctzten Werkst\u00e4tten und den Akteuren der Arbeitswelt einschlie\u00dflich der ADEM, die Einf\u00fchrung einer Berufsausbildung, die auf die Bed\u00fcrfnisse der behinderten Menschen zugeschnitten ist, sowie die Einf\u00fchrung eines \u201eJob-coaching\u201c, mit dem Ziel die Kommunikation am Arbeitsplatz zu erleichtern.<\/p>\n<p>Von dem ehrgeizigen nationalen Aktionsplan von 2012 wurden leider bis heute nur zwei Punkte umgesetzt. So wurde das \u201eJob-coaching\u201c in diesem Jahr eingef\u00fchrt. Im Jahr 2017 wurde ein der ADEM angegliedertes sozio-professionelles Bewertungs- und Orientierungszentrum f\u00fcr Arbeitssuchende mit dem Statut des behinderten Arbeitnehmers und\/oder der externen Wiedereingliederung (COSP-HR) ins Leben gerufen. Letzteres erm\u00f6glicht es mittlerweile die wahren Kompetenzen der behinderten Arbeitnehmer zu bewerten, um sie besser beruflich orientieren zu k\u00f6nnen. Diese Einrichtung ist jedoch in einer ersten Phase nur f\u00fcr eine begrenzte Anzahl von Behinderungsarten bestimmt (Gehproblem, Gleichgewichtsst\u00f6rung, usw.).<\/p>\n<p>Doch l\u00e4sst die Bilanz der Umsetzung des Aktionsplans noch viel zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, um es h\u00f6flich auszudr\u00fccken. Die UNO hat sogar 2017 im Rahmen der \u00dcberwachung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (CRDPH), die von Luxembourg im Jahre 2011 unterzeichnet wurde, darauf hingewiesen. Die Familienministerin hat gleich daraufhin einen Aufruf zur Ausarbeitung eines neuen nationalen Plans lanciert, bei dem jedoch wieder bei null angefangen werden muss. Wenn die DTH-Abteilung auch den neuen Aktionswillen begr\u00fc\u00dft, so zweifelt sie an der Methode. Die OGBL-Abteilung fordert, dass die Bilanz des Aktionsplans 2012-2017 wirklich gezogen wird, und dass das was noch nicht umgesetzt wurde, zuerst umgesetzt wird, um sich anschlie\u00dfend neuen Priorit\u00e4ten zuzuwenden. Wieder bei null anfangen w\u00e4re eine Beleidigung gegen\u00fcber all denjenigen Akteuren, die sich bei der Ausarbeitung des ersten Nationalplans eingebracht hatten.<\/p>\n<p>Zu den vorrangigen Themen geh\u00f6ren f\u00fcr die DTH zun\u00e4chst die Notwendigkeit endlich den gesch\u00fctzten Werkst\u00e4tten die Mittel zu gew\u00e4hren, um ihre Ziele erreichen zu k\u00f6nnen. Wenn das Gesetz in der Tat klar verlangt, dass Letztere die behinderten Arbeitnehmer darauf vorbereiten m\u00fcssen, dass sie sich auf dem traditionellen Arbeitsmarkt zurechtfinden, so ist die heutige Situation noch weit von der Umsetzung dieser Vorgabe entfernt. Wegen mangelnder Mittel werden die gesch\u00fctzten Werkst\u00e4tten noch allzu oft zum \u201eAbstellgleis\u201c (nur einige Strukturen bilden hier eine Ausnahme).<\/p>\n<p>Eine weitere Priorit\u00e4t f\u00fcr die DTH-Abteilung besteht darin, dass der Staat nicht mehr die R\u00fcckerstattung der f\u00fcr die Zahlung der Geh\u00e4lter von Schwerbehinderten vorgestreckten Betr\u00e4ge verlangt, wenn diese auf einmal ein h\u00f6heres Einkommen erhalten, wie zum Beispiel bei einer Erbschaft (gleicher R\u00fcckererstattungsvorgang wie der, der beim RMG angewandt wird). Der Arbeitsminister hatte sich \u00fcbrigens schon im Dezember 2017 bei Gelegenheit des Internationalen Tages der behinderten Menschen dazu verpflichtet, diese skandal\u00f6se Ma\u00dfnahme noch vor den Legislativwahlen 2018 abzuschaffen. Bei einer Unterredung mit dem Minister im vergangenen Juli, lie\u00df dieser wissen, der Gesetzesentwurf sei beinahe abgeschlossen, jedoch sei das f\u00fcr den Behinderungsbereich zust\u00e4ndige Familienministerium noch nicht bereit, den Text zur Abstimmung einzureichen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/AM-NME-050511-9-retouch.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-27545 aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/AM-NME-050511-9-retouch-1024x677.jpg\" alt=\"AM-NME-050511-9-retouch\" width=\"600\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die DTH-Abteilung fordert ebenfalls die Ausweitung des Statuts des behinderten Arbeitnehmers, insbesondere auf einige \u201epsychische Behinderungen\u201c, wie chronische Depression oder Borderline-St\u00f6rungen und auf eine Reihe von \u201eunsichtbaren Behinderungen\u201c (z.B. ADHS), die heute nicht anerkannt werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich muss das Dossier der Berufsbildung vorangebracht werden. Es m\u00fcssen Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, um die berufliche Ausbildung an die Bed\u00fcrfnisse der behinderten Menschen anzupassen. Hierbei handelt es sich nach Ansicht der DTH-Abteilung um ein entscheidendes Instrument, um die Integration der Menschen mit Behinderung in den traditionellen Arbeitsmarkt zu f\u00f6rdern. Die Menschen mit Behinderung, die eine Berufslehre machen wollen m\u00fcssten auch bereits vom Statut des behinderten Arbeitnehmers profitieren k\u00f6nnen.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":3744,"template":"","categorie_communiques":[134],"syndicat":[115],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\r\n<title>Ein t\u00e4glicher Kampf um Anerkennung - OGBL<\/title>\r\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\r\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/une-lutte-de-tous-les-jours-pour-la-reconnaissance\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\r\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\r\n<meta property=\"og:title\" content=\"[:fr]Une lutte de tous les jours pour la reconnaissance[:de]Ein t\u00e4glicher Kampf um Anerkennung[:] - OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die OGBL-Abteilung Behinderte Arbeitnehmer k\u00e4mpft seit 15 Jahren f\u00fcr die Verbesserung der Bedingungen und Rechte der Menschen mit Behinderung. 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