{"id":2363,"date":"2018-04-19T12:08:42","date_gmt":"2018-04-19T10:08:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ogbl.lu\/communiques\/lavenir-de-notre-industrie"},"modified":"2023-06-02T11:17:38","modified_gmt":"2023-06-02T09:17:38","slug":"lavenir-de-notre-industrie","status":"publish","type":"communiques","link":"https:\/\/www.ogbl.lu\/de\/communique\/lavenir-de-notre-industrie\/","title":{"rendered":"Die Zukunft unserer Industrie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/industrie2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-25867\" style=\"border: 0px none;\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/industrie2.jpg\" alt=\"industrie2\" width=\"300\" \/><\/a><em>Seit mindestens einem Jahrzehnt befinden sich die L\u00f6hne im Industriesektor im Schlepptau der Produktivit\u00e4t. Es ist an der Zeit das Gleichgewicht wieder herzustellen.<\/em><\/p>\n<p>Das industrielle Luxemburg erf\u00e4hrt heute tiefgreifende \u00c4nderungen in seiner Funktionsweise und bez\u00fcglich seiner Produktionswerkzeuge. Diese Entwicklungen gew\u00e4hrleisten den Fortbestand der industriellen T\u00e4tigkeiten, doch sie stellen die Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig verlangen die Arbeitgeber pausenlos ein g\u00fcnstigeres wirtschaftliches Umfeld. Von den Arbeitnehmern wird immer mehr Flexibilit\u00e4t und Verf\u00fcgbarkeit gefordert. Als Gegenleistung f\u00fcr diesen Aufwand, gar nichts!<\/p>\n<p>Die Industrie erf\u00e4hrt ebenfalls einen Zusammenprall der Generationen. Die Rentner gehen mit ihrem Wissen weg, und sie zu ersetzen erweist sich schwieriger als erwartet.<\/p>\n<p>Gleichzeitig m\u00fcssen wir feststellen, dass die Ausbildung der Jugendlichen oder die Begleitung der Weiterbildung der bereits vorhandenen Arbeitnehmer von den Unternehmen vernachl\u00e4ssigt oder sogar aufgegeben wurde.<\/p>\n<p>Diese Um\u00e4nderungen und diese verheerenden Arbeitgeberpolitiken fangen an ihre Grenzen aufzuzeigen. Wir m\u00fcssen leider feststellen, dass unsere Unternehmen immense Schwierigkeiten haben, um Arbeitnehmer einzustellen, unabh\u00e4ngig von ihrer Ausbildung.<\/p>\n<p>Diese fehlenden Anreize sind besorgniserregend, aber total verst\u00e4ndlich. Die L\u00f6hne sind zu niedrig, vor allem, wenn man die geforderten F\u00e4higkeiten oder die Schwere der Arbeit in Betracht zieht. Dieses Umfeld bietet nicht mehr gen\u00fcgend Perspektiven, und nicht einige Werbekampagnen werden das \u00e4ndern.<\/p>\n<p>In diesem unsicheren Umfeld muss man diese \u00c4nderungen begleiten, um die Verteidigung der Interessen der Arbeitnehmer heute und morgen zu gew\u00e4hrleisten. Daf\u00fcr bedarf es einer starken Gewerkschaft, die vor Ort durch kompetente und ausgebildete Delegierte vertreten ist. Dies, um g\u00fcnstige Kollektivverhandlungsvoraussetzungen und echte Mitentscheidung bei Sozial- und Lohnfragen in den Unternehmen zu schaffen. Diese beiden Elemente sind die einzigen Garanten einer vorteilhaften Zukunft f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>So nehmen die Arbeitnehmer mit ihren Vertretern aktiver an der Gestaltung der Lohnpolitik teil. Dies geht nur \u00fcber gerechte und transparente Laufbahnen und den Vorschlag von wahren Weiterentwicklungsm\u00f6glichkeiten. Dies um gegen die negativen Effekte einer nach unten orientierten Arbeitgeber-Lohnpolitik vorzugehen, wie wir sie in den vergangenen Jahren kannten.<\/p>\n<p><strong>Das Gleichgewicht wieder<\/strong><strong>herstellen<\/strong><\/p>\n<p>Die L\u00f6hne m\u00fcssen steigen, um die Attraktivit\u00e4t der Industrie zu erh\u00f6hen. Das Gleichgewicht zwischen den Produktivit\u00e4tsgewinnen und der Lohnentwicklung muss wiederhergestellt werden. Es muss festgestellt werden, dass Erstere schneller zugenommen haben als Letztere, und das vor allem seit etwa zehn Jahren. Die Folge davon ist, dass der geschaffene Reichtum \u00fcberwiegend den oberen Etagen oder den Aktion\u00e4ren zu Gute kam, und nicht denen, die ihn schaffen.<\/p>\n<p>Um die pers\u00f6nlichen und beruflichen Anspr\u00fcche jedes Einzelnen zu verwirklichen, ist es unerl\u00e4sslich, neue Arbeitszeitorganisationsmodelle zu schaffen, die es erm\u00f6glichen das Privat- mit dem Berufsleben zu vereinbaren. Dies geht \u00fcber mehr Autonomie und Entscheidungsmacht f\u00fcr den Arbeitnehmer in der Gestaltung seiner Arbeit. Die Zeitsparkonten, die Telearbeit oder auch noch die Reduzierung der Arbeitszeit sind so viele Themen, die zu behandeln sind.<\/p>\n<p>Gleichzeitig haben die Arbeitnehmer ihr W\u00f6rtchen mitzureden, wenn es um ihre berufliche Laufbahn geht. Die Weiterbildung in der Firma ist ein zentrales Thema des Sozialdialogs. Die Arbeitnehmer m\u00fcssen die Kontrolle \u00fcber ihr Berufsprojekt zur\u00fcckgewinnen, um sowohl ihre pers\u00f6nliche als auch die berufliche Entfaltung zu gew\u00e4hrleisten. Die Firma muss den Arbeitnehmer auch besser in seinen Lebensumst\u00e4nden begleiten. Die unvorhergesehenen Situationen, die Probleme, die durch Krankheit oder Alter entstehen, d\u00fcrfen nicht zu Problemen f\u00fcr die Arbeitnehmer f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>OGBL ist die Industrie<\/strong><\/p>\n<p>Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, um den Forderungen der Arbeitnehmer nachzukommen, und um die Attraktivit\u00e4t des Sektors zu verbessern, muss das Gleichgewicht zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wiederhergestellt werden. Daf\u00fcr bedarf es einer starken und unabh\u00e4ngigen Arbeitnehmervertretung. Als erste Gewerkschaft des Landes vertritt der OGBL mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer aus der Industrie. In der Tat ist der OGBL die Industrie. Als solches arbeiten wir unaufh\u00f6rlich und schlagen L\u00f6sungen vor, um den Alltag aller Industrie-Arbeitnehmer zu verbessern und Niemanden au\u00dfen vor stehen zu lassen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/industrie1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-25866 alignnone\" style=\"border: 0px none;\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/industrie1.jpg\" alt=\"industrie1\" width=\"600\" height=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Mitgeteilt vom OGBL-Syndikat Chemie und vom OGBL-Syndikat Metallverarbeitende Industrie<\/strong><br \/>\n<strong>am 19. April 2018<\/strong><\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":3793,"template":"","categorie_communiques":[162],"syndicat":[165],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\r\n<title>Die Zukunft unserer Industrie - OGBL<\/title>\r\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\r\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/lavenir-de-notre-industrie\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\r\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\r\n<meta property=\"og:title\" content=\"[:fr]L\u2019avenir de notre industrie[:de]Die Zukunft unserer Industrie[:en]L\u2019avenir de notre industrie[:] - OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"og:description\" content=\"Seit mindestens einem Jahrzehnt befinden sich die L\u00f6hne im Industriesektor im Schlepptau der Produktivit\u00e4t. 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