{"id":2362,"date":"2018-03-20T11:53:49","date_gmt":"2018-03-20T10:53:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ogbl.lu\/communiques\/le-1er-mai-jour-de-lutte-et-de-fete-pour-le-mouvement-syndical"},"modified":"2023-05-23T19:44:04","modified_gmt":"2023-05-23T17:44:04","slug":"le-1er-mai-jour-de-lutte-et-de-fete-pour-le-mouvement-syndical","status":"publish","type":"communiques","link":"https:\/\/www.ogbl.lu\/de\/communique\/le-1er-mai-jour-de-lutte-et-de-fete-pour-le-mouvement-syndical\/","title":{"rendered":"Le 1er mai \u2013 jour de lutte et de f\u00eate pour le mouvement syndical"},"content":{"rendered":"<p><em>Seit \u00fcber 125 Jahren ist der Erste Mai der zentrale, weltweite Gedenk- und Aktionstag der Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung insgesamt. In vielen L\u00e4ndern, auch in Luxemburg, ist der 1. Mai heutzutage ein gesetzlicher Feiertag. Diese Tatsache hat den urspr\u00fcnglichen Zweck des 1. Mai etwas in den Hintergrund treten lassen, auch wenn er au\u00dfer Zweifel weiter jedes Jahr ein zentrales Datum im Kalender der gewerkschaftlichen Aktion bleibt. Wir werden auf den folgenden Seiten die Urspr\u00fcnge der 1. Mai-Feier skizzieren und etwas ausf\u00fchrlicher auf die Geschichte der 1. Mai-Veranstaltungen der freien Gewerkschaften in Luxemburg eingehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wieso der 1. Mai?<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_25949\" aria-describedby=\"caption-attachment-25949\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-25949 \" style=\"border: 0px none;\" alt=\"1_mai_histoirique_1\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_1.jpg\" width=\"300\" height=\"181\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-25949\" class=\"wp-caption-text\">Rede von Pierre Krier am<br \/>1. Mai 1932 in Esch\/Alzette<\/figcaption><\/figure>\n<p>Paradoxerweise h\u00e4ngt die Festlegung des 1. Mai als internationalem Tag der Arbeiterbewegung eng zusammen mit einem anderen Gedenktag: dem des 14. Juli, d.h. dem franz\u00f6sischen Nationalfeiertag. Am 14. Juli 1889, also genau hundert Jahre nach dem Sturm auf die Bastille, der als Startschuss der franz\u00f6sischen Revolution gilt, tagt ein Internationaler Arbeiterkongress in Paris.<\/p>\n<p>Bei diesem wird nicht nur die Gr\u00fcndung der sog. Zweiten Internationale (die heutige Sozialistische Internationale) beschlossen, sondern auch die Veranstaltung eines weltweiten Demonstrationstags f\u00fcr den Achtstundentag (zu einem Zeitpunkt, als in der Regel oft 12 oder sogar 16 Stunden t\u00e4glich gearbeitet wurde). In einer Resolution des Delegierten Raymond Felix Lavigne, Mitglied des Vorstands der franz\u00f6sischen F\u00e9d\u00e9ration nationale des syndicats (Vorl\u00e4ufer der CGT) und Vertreter des Parti ouvrier fran\u00e7ais, wird vorgeschlagen:<\/p>\n<p>\u201eEs ist f\u00fcr einen bestimmten Zeitpunkt eine gro\u00dfe internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen St\u00e4dten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die \u00f6ffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (&#8230;). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund [American Federation of Labor] (&#8230;) f\u00fcr den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen.\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Wieso hatte die AFL eine nationale Kundgebung auf den 1. Mai festgelegt? Weil vier Jahre zuvor, 1886, bereits am gleichen Datum ein nationaler Generalstreik f\u00fcr den Achtstundentag, mit \u00fcber 200.000 Teilnehmern, in den Vereinigten Staaten von Amerika stattgefunden hatte <sup>2<\/sup>. Dieser wurde in Chicago in den darauffolgenden Tagen fortgesetzt. Am 3. Tag kam es zu gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und der Polizei, bei denen zwei Arbeiter get\u00f6tet wurden. Schlie\u00dflich, am 4. Mai,\u00a0 kommt es zur Eskalation: eine Bombe explodiert am Rande einer friedlichen Demonstration auf dem Haymarket Square, im Anschluss kommt es zu gewaltt\u00e4tigen Gefechten zwischen der Polizei und den Protestierenden. Sieben Polizisten und \u00fcber 20 Arbeiter werden get\u00f6tet, zahlreiche Teilnehmer werden verletzt. In der Folge werden acht Anarchisten, die meisten von ihnen deutsche Einwanderer, ohne konkrete Beweise wegen \u201eVerschw\u00f6rung\u201c verurteilt, vier von ihnen werden gehenkt, einer entkommt der Todesstrafe durch Selbstmord.<\/p>\n<figure id=\"attachment_25950\" aria-describedby=\"caption-attachment-25950\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-25950 \" style=\"border: 0px none;\" alt=\"1_mai_histoirique_2\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_2.jpg\" width=\"600\" height=\"212\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-25950\" class=\"wp-caption-text\">1. Maifeier der Action Commune in Luxemburg, 1965.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die erste 1. Mai-Feier 1890<\/strong><\/p>\n<p>Der erste internationale Aktionstag der neuen Internationale ist ein voller Erfolg. In zahlreichen L\u00e4ndern und St\u00e4dten kommt es zu Streiks und Massenkundgebungen. Allein in London beteiligen sich 300.000 Arbeiter an einer Kundgebung, 100.000 in Paris und Barcelona, 50.000 in Marseille.<\/p>\n<p>Auch in Luxemburg findet eine Kundgebung zum 1. Mai 1890 statt, allerdings erst am darauffolgenden Sonntag, dem 4. Mai (der 1. Mai war wohlverstanden noch kein Feiertag). Initiator ist keine der zu diesem Zeitpunkt bereits existierenden kleinen Gewerkschaften, wie den sp\u00e4ter im LAV bzw. OGBL aufgegangen Verb\u00e4nden der Brauereiarbeiter und der Buchdrucker, sondern der kurzlebige \u201eCentrale Arbeiter-Verein\u201c. Etwa 200 Bergarbeiter aus dem S\u00fcden des Landes beteiligen sich an einer Saaldemonstration im hauptst\u00e4dtischen Hotel Medinger. Thema der Kundgebung ist hier jedoch nicht der Achtstundentag, sondern die Forderung des allgemeinen aktiven und passiven Wahlrechts (das erst 1919 eingef\u00fchrt wird).<\/p>\n<p>Auch in den zwei darauffolgenden Jahren finden zum 1. Mai Arbeiterdemonstrationen statt, so 1891 ein Streik der Grubenarbeiter in Rodingen und 1892 eine weitere Kundgebung gegen den Zensus im Hotel Medinger. Danach schlief die 1. Mai-Tradition f\u00fcr einige Jahre ein, obwohl die Zweite Internationale 1891 beschlossen hatte, aufgrund der gro\u00dfen Beteiligung im Vorjahr ab 1892 jedes Jahr zum 1. Mai einen internationalen Aktionstag durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong><strong>Die 1. Mai-Feier etabliert sich in Luxemburg<\/strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_25951\" aria-describedby=\"caption-attachment-25951\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_3.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-25951 \" style=\"border: 0px none;\" alt=\"1_mai_histoirique_3\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_3.jpg\" width=\"300\" height=\"219\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-25951\" class=\"wp-caption-text\">Umzug der CGT am 1. Mai 1982 in D\u00fcdelingen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erst ab 1900 finden erneut 1. Mai-Veranstaltungen in Luxemburg statt, zun\u00e4chst beschr\u00e4nken sich diese jedoch auf die italienische Immigration im S\u00fcden des Landes, vor allem in D\u00fcdelingen. 1903 organisiert zum ersten Mal der sozialdemokratische Verein des Dr. Michel Welter eine 1. Mai-Demonstration in Luxemburg-Stadt. In den Folgejahren finden in immer mehr Ortschaften Umz\u00fcge und Kundgebungen zum 1. Mai statt.<\/p>\n<p>Nunmehr beteiligt sich die auch die noch junge Gewerkschaftsbewegung (Deutscher Metallarbeiterverband und Gewerkschaftskartell) an den Veranstaltungen und die gewerkschaftliche Forderung des Achtstundentags steht ab 1904 auch in Luxemburg im Zentrum der Forderungen. Der Achtstundentag wird schlie\u00dflich mit der gro\u00dfherzoglichen Verordnung vom 14. Dezember 1918 erreicht \u2013 der erste gro\u00dfe Erfolg der zwei Jahre zuvor, mitten in der Notsituation des Weltkrieges und der deutschen Besatzung, gegr\u00fcndeten freien Gewerkschaften Berg- und H\u00fcttenarbeiterverband (BHAV) und Metallarbeiterverband (MAV), die die ersten wirklichen Massengewerkschaften Luxemburgs waren.<\/p>\n<p>Ab 1918 sind es auch die freien Gewerkschaften (zusammen mit dem Landesverband der Eisenbahner und einiger kleineren Gewerkschaften), die die zentralen 1. Mai-Kundgebungen veranstalten \u2013 zun\u00e4chst im Rahmen der Conf\u00e9d\u00e9ration luxembourgeoise du travail (CLT), dann durch die im September 1919 gegr\u00fcndete Gewerkschaftskommission, die in der Zwischenkriegszeit auch als Union luxembourgeoise des f\u00e9d\u00e9rations syndicales (ULFS) auftritt, und aus der schlie\u00dflich, nach dem 2. Weltkrieg, die Conf\u00e9d\u00e9ration g\u00e9n\u00e9rale du travail (CGT) hervorgeht.<\/p>\n<p>Besonders imposant sind die 1. Mai-Aufz\u00fcge im Jahr 1920: die Verbandszeitung <i>Der Proletarier<\/i><sup>3<\/sup>\u00a0 spricht von je 7.000 Teilnehmern in Esch und in Luxemburg-Stadt, je 3.000 in D\u00fcdelingen und Differdingen, je 2.000 in Petingen, Rodingen und R\u00fcmelingen\u2026 insgesamt \u00fcber 27.000 Arbeiter!\u00a0 Neben der Teilnehmerzahl steigt auch die Radikalit\u00e4t der Forderungen: unter dem Eindruck von Revolutionen und Aufst\u00e4nden in Ru\u00dfland, Deutschland, Italien oder Ungarn fordern die Gewerkschaften nun unter anderem die \u201eSozialisierung der Produktions-, der Tauschmittel und die Nationalisierung der Verkehrsmittel\u201c sowie \u201edie Einsetzung von Arbeiterr\u00e4ten, die mit so weitgehenden Befugnissen ausgestattet sind, dass sie Tr\u00e4ger des neuen Wirtschaftsleben werden\u201c.<\/p>\n<p>In den Folgejahren werden solche Teilnehmerzahlen nie wieder erreicht. Der gescheitere M\u00e4rzstreik 1921 in der H\u00fcttenindustrie und die in der Folge durchgef\u00fchrten Repressionsma\u00dfnahmen (Ma\u00dfregelungen und Entlassungen der Streikenden, Abschaffung der Arbeiteraussch\u00fcsse\u2026) f\u00fchren zu einem starken R\u00fcckgang sowohl der Mitgliederzahlen als auch der Mobilisierungsf\u00e4higkeit der freien Gewerkschaften, die erst nach und nach behoben wird.<\/p>\n<p><strong>Der 1. Mai wird gesetzlicher Feiertag<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg veranstaltete die Deutsche Arbeitsfront (\u201eEinheitsorganisation\u201c der Arbeitnehmer und Arbeitgeber) Gro\u00dfveranstaltungen zum \u201enationalen Feiertag des deutschen Volkes\u201c (vormals dem \u201eTag der nationalen Arbeit\u201c) im Sinne der nationalsozialistischen Propaganda. G\u00e4nzlich seines Bezugs zur Arbeiterbewegung beraubt, war der 1. Mai jedoch erstmals ein gesetzlicher Feiertag.<\/p>\n<p>Nach der Befreiung durch die alliierten Streitkr\u00e4fte stand die Forderung des 1. Mai als gesetzlicher Feiertag ebenfalls f\u00fcr die neue Regierung der nationalen Einheit (1945-1947) auf dem Programm. Auf Initiative des Arbeitsministers und fr\u00fcheren Verbandspr\u00e4sidenten Pierre Krier war es 1946 soweit und durch den gro\u00dfherzoglichen Beschluss vom 23. April 1946 wurde der 1. Mai \u201ef\u00fcr alle im Handel und in der Industrie besch\u00e4ftigten Lohnempf\u00e4nger\u201c zum Feiertag erkl\u00e4rt. Eine \u00e4hnliche Ma\u00dfnahme war bereits am 8. Oktober 1945 f\u00fcr das Handwerk beschlossen worden.<\/p>\n<p>In der Arbecht betont Lily Krier-Becker den weiten Weg den die 1. Maifeier bis dahin durchlaufen hatte:<\/p>\n<p>\u201eOft hatte die Maifeier den Charakter einer Verschw\u00f6rung, zu der sich die Teilnehmer heimlich zusammenfanden, um nicht die Aufmerksamkeit der Polizei zu erregen die mit Gummikn\u00fcppel und Handschellen operierte. Oft ist Blut geflossen\u2026 Wir sind heute weit entfernt von der Zeit wo nach dem 1. Mai Ma\u00dfregelungen oder \u2013 im Ausland \u2013 Gef\u00e4ngnisstrafen erteilt wurden.\u201c<sup>4<\/sup><\/p>\n<p>In der Tat erfolgte die Aufwertung des 1. Mai zum nationalen Feiertag nur 10 Jahre nach der Abschaffung des ber\u00fcchtigten Paragraphen 310 des Strafgesetzbuches, der das Koalitions- und Streikrecht der Arbeiter erheblich einschr\u00e4nkte.<\/p>\n<p>Allerdings wandelte sich mit der offiziellen Anerkennung des 1. Mai auch wesentlich dessen Charakter, aus dem \u201eKampftag der Arbeiterklasse\u201c wurde der \u201eFeiertag der Arbeit\u201c. So wurde denn auch bald in Gewerkschaftskreisen davor gewarnt, \u201eaus dem internationalen Kampftag ein nationales Vereinsfest [zu] machen\u201c <sup>5<\/sup>.<\/p>\n<p><strong>Die 1. Mai-Feiern der freien Gewerkschaften im Wandel<br \/>\nder Zeiten<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_25952\" aria-describedby=\"caption-attachment-25952\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_4.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-25952  \" style=\"border: 0px none;\" alt=\"1_mai_histoirique_4\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_4.jpg\" width=\"300\" height=\"434\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-25952\" class=\"wp-caption-text\">Plakat zum 1. Mai 1985 \u2013 bereits damals besetzte der OGBL das Thema \u201eDigitalisierung\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem 2. Weltkrieg wurden die 1. Mai-Kundgebungen von der CGT organisiert, wobei mehrmals das Konzept gewechselt wurde.\u00a0 Ein gro\u00dfer Einschnitt wurde 1955 vorgenommen, als erstmals eine zentrale 1.-Maifeier der CGT in D\u00fcdelingen veranstaltet wurde, die die zahlreichen lokalen Kundgebungen ersetzte.\u00a0 In der Folge fand diese zentrale Kundgebung jedes Jahr in einer anderen Ortschaft des Landes statt. Diese Umsetzung ging nicht ohne Widerst\u00e4nde vor sich; die Sektion Diekirch insbesondere wollte ihre Lokalfeier beibehalten <sup>6<\/sup>. Tats\u00e4chlich wurden ab 1958, mit Begr\u00fcndung des weiten Anreiseweges in die Hauptstadt bzw. den S\u00fcden des Landes, in Diekirch und Wiltz wieder lokale 1.Mai-Feiern veranstaltet, dies trotz anf\u00e4nglicher Opposition der Verbandsleitung <sup>7<\/sup>. Ab 1974 wurden die Feiern in Diekirch und Wiltz durch eine Regionalfeier des Bezirks Norden ersetzt.<\/p>\n<p>Diese Organisationsweise mit einer gro\u00dfen Zentralfeier sowie einer kleineren Regionalfeier im Norden wird im Wesentlichen bis 2005 beibehalten, nur gelegentlich wird von der \u00fcblichen Formel abgewichen (insbesondere wenn die Zentralfeier selber im Norden des Landes stattfand).<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Ausnahme ist der 1. Mai 1965, der ausnahmsweise nicht unter dem Mantel der CGT, sondern unter dem der Action commune (AC) organisiert wurde.<\/p>\n<p>Die AC war eine kurzlebige gemeinsame Plattform aus Sozialistischer Arbeiterpartei, freien Gewerkschaften und Escher Tageblatt. Dementsprechend sprachen vor 5.000 Teilnehmern bei der 1. Mai-Kundgebung der AC neben dem Generalsekret\u00e4r der CGT Mathias Hinterscheid auch Tageblatt-Direktor Jacques F. Poos, der hauptst\u00e4dtische B\u00fcrgermeister Paul Wilwertz und LSAP-Parteipr\u00e4sident Henry Cravatte. Interessant ist, dass zu dieser Veranstaltung das bekannte Motiv der drei Pfeile (Logo der sog. \u201eEisernen Front\u201c aus SPD, freien Gewerkschaften und Reichsbanner) aus den 1930er-Jahre \u00fcbernommen wurde. Allerdings zeigten die drei Pfeile nun nicht mehr nach unten, gegen Faschismus, Monarchismus und Sowjetkommunismus, sondern nach oben, in die Zukunft.<\/p>\n<p>Aus mehreren Gr\u00fcnden (Desinteresse der LSAP, \u00dcbergehen des LAV-Generalsekret\u00e4rs Antoine Weiss bei der Vergabe des Postens des Arbeitsministers, Integration des kommunistischen FLA in den LAV\u2026) zerfiel die AC bereits nach wenigen Monaten, und 1966 fand die 1. Mai-Feier wieder im traditionellen Gewand der CGT-Gewerkschaften statt.<\/p>\n<p>Als 1979 der OGBL gegr\u00fcndet wurde, sollte auch die 1. Mai-Feier vom neuen Gewerkschaftsbund organisiert werden. Als jedoch der Beitritt des Landesverbandes der Eisenbahner in den OGBL scheiterte und beschlossen wurde, die CGT beizubehalten, wurden die 1. Mai-Feiern bis 2005 weiterhin von der CGT organisiert.<\/p>\n<p>Ab 2001 wurde der 1. Mai-Feier ein st\u00e4rkerer europ\u00e4ischer Bezug gegeben. Gemeinsame Veranstaltungen der Gewerkschaften der Gro\u00dfregion, im Rahmen des Interregionalen Gewerkschaftsrats Saar-Lor-Lux-Trier\/Westpfalz, fanden 2001 in Grevenmacher, 2002 in Thionville und 2003 in D\u00fcdelingen statt, wobei bei letzterer Kundgebung zum ersten und bisher einzigen Mal eine (kleine) LCGB-Delegation an der Gewerkschaftsfeier der freien Gewerkschaften teilnahm, die wohl mit den franz\u00f6sischen Kollegen der CFDT oder CFTC angereist war, da der LCGB nichtsdestotrotz darauf bestand, seine eigene Konkurrenzveranstaltung zu organisieren.<\/p>\n<p>2004 und 2005 wurden die 1. Mai-Feiern der CGT-Gewerkschaften wieder im \u00fcblichen Rahmen organisiert.<\/p>\n<p>Angesichts der zunehmenden Abnahme der Teilnahme und des Interesses an der herk\u00f6mmlichen Organisationsform des 1. Mai, beschloss der OGBL ab 2006 statt einer Kundgebung ein Fest der Arbeit und der Kulturen zu organisieren, das seitdem jedes Jahr, mit gro\u00dfem Erfolg, in der Abtei Neum\u00fcnster im Grund stattfindet. Im Vorfeld der 1. Mai-Feier organisiert der OGBL seit 2006 jeweils in einer anderen Ortschaft ein gro\u00dfes politisches Meeting in Form einer erweiterten Sitzung seines Nationalvorstands, an dem alle Mitglieder teilnehmen k\u00f6nnen, anl\u00e4sslich derer der Nationalpr\u00e4sident die aktuellen Forderungen des OGBL zu den wesentlichen politischen und gesellschaftlichen Fragen darlegt<sup>8<\/sup>. So auch dieses Jahr in der \u201eAl See\u00ebrei\u201c in Diekirch.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Vor 100 Jahren starb Jean Schortgen<\/h3>\n<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-25953\" style=\"border: 0px none;\" alt=\"1_mai_histoirique_5\" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/1_mai_histoirique_5.jpg\" width=\"198\" height=\"283\" \/>Der diesj\u00e4hrige 1. Mai steht auch im Zeichen des Gedenkens an einen wichtigen Pionier der Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung Luxemburgs: Jean Schortgen. Der erste Arbeiter im luxemburger Parlament starb vor genau hundert Jahren, am 1. Mai 1918 im Alter von nur 38 Jahren bei einem Arbeitsunfall in der Mine \u201eBrommeschbierg\u201c in Tetingen.<br \/>\nSchortgen war am 17. Februar 1880 in Tetingen geboren worden. Bereits ab dem Alter von 12 Jahren verlie\u00df er die Schule und arbeitete fortan auf einem Bauernhof, dann in einer Fabrik, schlie\u00dflich als Bergarbeiter in Tetingen.<br \/>\nSchortgen war von Anfang an in der sozialdemokratischen Partei Luxemburgs aktiv und einer ihrer wesentlichen Vertreter in ihrer Fr\u00fchzeit. Im Juni 1914 zog er \u2013 trotz Zensuswahlrechts \u2013 als erster Arbeiter \u00fcberhaupt in die Abgeordnetenkammer ein. Hier sprach er zumeist zu sozialen und arbeitsrechtlichen Themen und vertrat offensiv den Standpunkt der Arbeiter.<br \/>\nAuch am Aufbau des neuen Gewerkschaftsbundes \u201eBerg- und H\u00fcttenarbeiterverband\u201c (der entfernte Vorl\u00e4ufer des heutigen OGBL) beteiligte sich Jean Schortgen, ebenso an der ersten gro\u00dfen Streikbewegung der jungen Gewerkschaft von Mai-Juni 1917, auch wenn er von Seiten der damaligen Verbandsleitung (die sich in der sog. \u201eFreien Volkspartei\u201c organisierte) und der katholischen Verbandsmitglieder aufgrund seines Engagements in der Sozialdemokratie und einer wahltaktischen Allianz mit den b\u00fcrgerlichen Liberalen angefeindet wurde.<br \/>\nZwei Jahre nach Schortgens tragischem Tod wurde in Tetingen ein Denkmal f\u00fcr den ersten Arbeiterdeputierten errichtet. Seitdem organisiert die Tetinger Lokalsektion Jahr f\u00fcr Jahr die Schortgenfeier am Vorabend des 1. Mai.<\/h4>\n<hr \/>\n<p><sup>1 <\/sup><i>\u00a0http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d199d80c-1291-11df-40df-00093d10fae2<\/i><br \/>\n<sup>2 <\/sup><i>\u00a0Genau drei\u00dfig Jahre zuvor, am 1. Mai 1856, hatte ein Generalstreik in Australien stattgefunden <\/i><br \/>\n<sup>3 <\/sup><i>Ausgabe vom 8. Mai 1920\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/i><br \/>\n<sup>4 <\/sup>\u00a0<i>L.K.-B., \u201eMaifeiern im Wandel der Zeiten\u201c, Arbecht, Ausgabe vom 27. April 1946<\/i><br \/>\n<sup>5 <\/sup><i>\u00a0Zitiert nach: 1916-1991. OGB-L Sektion Tetingen. Ein Dorf und seine Verbandssektion, 1991, S.282<\/i><br \/>\n<sup>6 <\/sup><i>Bericht des LAV-Hauptvorstandes vom 1.4.1955<\/i><br \/>\n<sup>7 <\/sup>\u00a0\u00a0<i>Bericht des LAV-Hauptvorstandes vom 21.5.1958<\/i><br \/>\n<sup>8 <\/sup>\u00a0\u00a0<i>\u00dcbrigens hatte John Castegnaro bereits \u2014 erfolglos \u2014 1976 vorgeschlagen, am 1. Mai blo\u00df kulturelle Aktivit\u00e4ten vorzusehen und stattdessen am Vorabend in den Messehallen auf Kirchberg ein politisches Meeting zu organisieren; vgl. Bericht des LAV-Hauptvorstandes vom 12.7.1976<\/i><\/p>\n<hr \/>\n<p><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":3806,"template":"","categorie_communiques":[],"syndicat":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\r\n<title>Le 1er mai \u2013 jour de lutte et de f\u00eate pour le mouvement syndical - OGBL<\/title>\r\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\r\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/le-1er-mai-jour-de-lutte-et-de-fete-pour-le-mouvement-syndical\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\r\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\r\n<meta property=\"og:title\" content=\"Le 1er mai \u2013 jour de lutte et de f\u00eate pour le mouvement syndical - OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"og:description\" content=\"Seit \u00fcber 125 Jahren ist der Erste Mai der zentrale, weltweite Gedenk- und Aktionstag der Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung insgesamt. \u2026\" \/>\r\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/le-1er-mai-jour-de-lutte-et-de-fete-pour-le-mouvement-syndical\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-05-23T17:44:04+00:00\" \/>\r\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/1_mai_histoirique_1.jpg\" \/>\r\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"830\" \/>\r\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"501\" \/>\r\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\r\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\r\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"26 Minuten\" \/>\r\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/le-1er-mai-jour-de-lutte-et-de-fete-pour-le-mouvement-syndical\/\",\"url\":\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/le-1er-mai-jour-de-lutte-et-de-fete-pour-le-mouvement-syndical\/\",\"name\":\"Le 1er mai \u2013 jour de lutte et de f\u00eate pour le mouvement syndical - 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