{"id":2104,"date":"2016-10-07T11:22:43","date_gmt":"2016-10-07T09:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ogbl.lu\/communiques\/non-a-leconomie-de-partage-a-la-uber"},"modified":"2023-06-29T11:20:55","modified_gmt":"2023-06-29T09:20:55","slug":"non-a-leconomie-de-partage-a-la-uber","status":"publish","type":"communiques","link":"https:\/\/www.ogbl.lu\/de\/communique\/non-a-leconomie-de-partage-a-la-uber\/","title":{"rendered":"Nein zur \u201eShare Economy\u201c  \u00e0 la Uber"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_16814\" aria-describedby=\"caption-attachment-16814\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-16814 \" src=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/wp-content\/uploads\/communiques\/Andre_Roeltgen_2014.jpg\" alt=\"Andr\u00e9 Roeltgen, Pr\u00e9sident de l\u2018OGBL\" width=\"150\" height=\"150\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16814\" class=\"wp-caption-text\">Andr\u00e9 Roeltgen, Pr\u00e4sident des OGBL<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die digitale Plattform Uber will den luxemburgischen Taximarkt erobern. Allerdings nicht als ein regul\u00e4res Taxiunternehmen, das \u00fcber die notwendigen Lizenzen und \u00fcber eine eigene Wagenflotte verf\u00fcgt und das Arbeitsvertr\u00e4ge mit Taxifahrern hat, deren Arbeits- und Lohnbedingungen gem\u00e4\u00df den arbeitsrechtlichen und kollektivvertraglichen Bestimmungen geregelt sind.<\/p>\n<p>Uber lehnt es ab, Arbeitgeber zu sein und Uber investiert auch nicht in eigene Taxis. Als Online-Dienst vermittelt UberPop \u00fcber Smartphone App oder Webseite Fahrg\u00e4ste an Fahrer mit eigenem Auto und streicht daf\u00fcr eine Kommission von bis zu 20% des Fahrpreises ein, der wiederum von Uber festgelegt wird.<\/p>\n<p>Ein sehr profitables Gesch\u00e4ft, das sich nicht in erster Linie von der kreativen Anwendung der digitalen Technologie n\u00e4hrt, sondern von der extremen Ausbeutung dieser neuen Generation von \u201eTaxifahrern\u201c. Sie und nicht Uber \u00fcbernehmen die materielle Kapitalinvestition \u2013 n\u00e4mlich das Kraftfahrzeug und die anfallenden Kosten vom Benzin bis zur Autoversicherung \u2013 und leisten die Arbeit, n\u00e4mlich das Fahren von G\u00e4sten, zu einem Preis, der nichts mit einem normalen Lohn zu tun hat. Uber bezahlt weder Lohn noch Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge. Prek\u00e4rer kann Arbeit nicht sein.<\/p>\n<p>Uber bezeichnet seine \u201eTaxifahrer\u201c als \u201ePartner\u201c, die \u201eselbstst\u00e4ndig Erwerbende und keine Angestellten\u201c sind. Dies gilt ebenfalls f\u00fcr die sogenannten \u201eFahrer mit Mietwagen\u201c. Wie lukrativ dieses digitale Gesch\u00e4ftsmodell mit einer weltweiten Armee von zehntausenden Scheinselbstst\u00e4ndigen ist, beweist allein die Tatsache, dass Uber, eine amerikanische Start-up, b\u00f6rsenm\u00e4ssig auf mittlerweile \u00fcber 60 Milliarden Dollar bewertet wird. Investoren, wie Goldman Sachs, Google, Toyota oder die Saudis, die bei Uber eingestiegen sind, stehen Schlange und wollen an dieser herrlichen Ausbeutung mitverdienen.<br \/>\nUber ist gef\u00e4hrlich und muss politisch und gesellschaftlich bek\u00e4mpft werden. Und zwar kategorisch. Uber und andere \u201edigitale Plattformen\u201c zielen auf das Aushebeln der arbeitsrechtlichen Verh\u00e4ltnisse zwischen Arbeit und Kapital, zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.<\/p>\n<p>Neben dem allgemeinen Angriff auf die Arbeitsvertr\u00e4ge und auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen geht es ebenfalls um die Zukunft der Systeme der Sozialversicherungen und um das Ausschalten der gesetzlichen Arbeitnehmervertretungen und der gewerkschaftlichen Verhandlungsrechte.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck ins 19. Jahrhundert. Der Uber-Taxifahrer muss sein eigenes Auto mitbringen wie der Grubenarbeiter, der sein eigenes Holz f\u00fcr die Absicherung seines Stollens kaufen musste. Und der Tagel\u00f6hner vergangener Zeiten lebt heute als digitaler Tagel\u00f6hner wieder auf. Jeder Kunde, der sich kurzfristig \u00fcber das Dumping der Fahrpreise durch Uber freut, tr\u00e4gt seinen Teil zur F\u00f6rderung dieses Gesch\u00e4fts- und Arbeitsmodells bei, das auch ihn so oder so, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, in seinen sozialen und beruflichen Interessen negativ treffen wird. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Der OGBL fordert die Regierung auf, hart zu bleiben und keinen Millimeter nachzugeben. Und weil Uber nur die Spitze des Eisberges ist, dr\u00e4ngt sich die gesetzliche Versch\u00e4rfung des Arbeitsrechts auf. Der Kampf gegen die Scheinselbst\u00e4ndigkeit muss jetzt oberste politische Priorit\u00e4t genie\u00dfen. Gute Arbeitspl\u00e4tze und Arbeitsverh\u00e4ltnisse m\u00fcssenvor der imminenten Gefahr einer solchen Ausbeutung der Arbeitskraft und der sozialen Verarmung unserer Gesellschaft gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Sollte, wie in der Presse zu lesen war, Minister Bausch gesagt haben, dass einerseits die Regierung \u201eFahrdiensten wie Uber keineswegs grunds\u00e4tzlich abgeneigt ist\u201c und gleichzeitig \u201edie Regierung aber Schwarzarbeit und Scheinselbst\u00e4ndigkeit ohne soziale Absicherung nicht m\u00f6chte\u201c, muss der OGBL den Minister darauf hinweisen, dass Uber nicht Uber w\u00e4re, wenn Uber nicht genau das w\u00e4re, was die Regierung nicht m\u00f6chte.<br \/>\nNeben der gesetzlichen Versch\u00e4rfung der nationalen Gesetzgebung gegen die Scheinselbst\u00e4ndigkeit fordert der OGBL die Regierung auf, ebenfalls sehr offensiv f\u00fcr entsprechende europ\u00e4ische Gesetzgebungen einzutreten.<\/p>\n<p>Die von der europ\u00e4ischen Kommission initiierte Diskussion \u00fcber einen \u201eeurop\u00e4ischen Pfeiler der sozialen Rechte\u201c ist eine sehr gute Gelegenheit f\u00fcr die Regierung eine sozial fortschrittliche Offensive einzuleiten: f\u00fcr gute Arbeit und f\u00fcr gesicherte soziale und berufliche Perspektiven der arbeitenden Menschen in Luxemburg und in Europa.<br \/>\nDie Digitalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft muss dem Wohl des Menschen dienen und nicht dem Profit der multinationalen Konzerne.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":3995,"template":"","categorie_communiques":[41],"syndicat":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\r\n<title>Nein zur \u201eShare Economy\u201c \u00e0 la Uber - OGBL<\/title>\r\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\r\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/non-a-leconomie-de-partage-a-la-uber\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\r\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\r\n<meta property=\"og:title\" content=\"[:fr]Non \u00e0 l\u2019\u00e9conomie de partage \u00e0 la Uber[:de]Nein zur \u201eShare Economy\u201c \u00e0 la Uber[:en]Non \u00e0 l\u2019\u00e9conomie de partage \u00e0 la Uber[:] - OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die digitale Plattform Uber will den luxemburgischen Taximarkt erobern. 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