{"id":14328,"date":"2023-04-14T11:24:53","date_gmt":"2023-04-14T09:24:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/la-ligne-rouge"},"modified":"2023-11-17T09:39:08","modified_gmt":"2023-11-17T08:39:08","slug":"la-ligne-rouge","status":"publish","type":"communiques","link":"https:\/\/www.ogbl.lu\/de\/communique\/la-ligne-rouge\/","title":{"rendered":"Die rote Linie"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">\u201eIhr habt jetzt die Wahl: <\/span><\/strong><br \/>\n<strong> <span style=\"color: #ff0000;\"> entweder den \u201egedeckelten\u201c Index oder die Neutralisierung der Erd\u00f6lprodukte im Index\u201c!<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Es war der 27. April 2010 und es handelte sich nicht um eine Umfrage der ILRES, sondern um Staatsminister Juncker, der in der Tripartite die Gewerkschaften unter Druck setzte. Diese lie\u00dfen sich nicht ins Bockshorn jagen und \u00fcberlie\u00dfen es Juncker, die Verhandlungen als gescheitert zu erkl\u00e4ren und zu beenden.<\/p>\n<p>Man stelle sich einmal vor: Die Gewerkschaften h\u00e4tten einer Neutralisierung der Indexierung der Erd\u00f6lprodukte zugestimmt! Angesichts der aktuellen Preisexplosion bei den Energieprodukten w\u00e4re der allgemeine Kaufkraftverlust der Bev\u00f6lkerung enorm.<\/p>\n<p>Als Anfang 2012 die Tripartite erneut scheiterte, stellte der damalige Pr\u00e4sident des OGBL Jean-Claude Reding klar, dass es dem Premierminister nur darum ging, den Indexmechanismus auszuh\u00f6hlen: \u201eJuncker will partout den Index weghaben. Seit 2006 hat er immer wieder probiert, die automatische Lohnanpassung zu beschneiden.\u201c (<i>Luxemburger Wort<\/i>, 15.03.2012)<\/p>\n<p><strong>Gestern ist heute. Seitdem die Inflation in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2021 anzog, erleben die politischen Angriffe gegen unser Indexsystem eine neue Bl\u00fctezeit.<\/strong><\/p>\n<p>Ren\u00e9 Winkin, Direktor der FEDIL, und Carlo Thelen, Generaldirektor der Handelskammer, gaben den Startschuss. Sie mutierten zu Klimak\u00e4mpfer und forderten im gr\u00fcnen M\u00e4ntelchen pharis\u00e4erhaft den \u201enachhaltigen Warenkorb\u201c, um u.a. die fossilen Energieprodukte aus dem Index herauszubrechen.<\/p>\n<p>Pharis\u00e4erhaft deshalb, weil solch eine Zweck- und Sinnentfremdung des Index nicht nur T\u00fcr und Tor f\u00fcr politische Manipulationen gegen unser Indexsystem \u00f6ffnet, sondern das gesamte System der luxemburgischen Lohnbildung grunds\u00e4tzlich infrage stellt und untergr\u00e4bt. Die Antwort des OGBL lie\u00df nicht auf sich warten:<\/p>\n<p>\u201eDer OGBL lehnt einen entarteten Index kategorisch ab. F\u00fcr Haushalte ist der Energiekonsum keine Willensfrage, sondern eine existenzielle Notwendigkeit. Je nach Geldbeutel, je nach geografischer Lebens- und Arbeitssituation, je nach Wohnsituation u.a.m. sind die energetischen Einsparungspotenziale und die M\u00f6glichkeit des \u00f6ffentlichen Transports begrenzt. Bisweilen sogar \u00e4u\u00dferst begrenzt.\u201c (OGBL-<i>Aktuell<\/i>, 1\/2022).<\/p>\n<p>Und weiter: \u201eJede Schulmeisterei, die der Bev\u00f6lkerung unterstellt, nicht \u201enachhaltig\u201c leben zu wollen, ist v\u00f6llig fehl am Platz und kontraproduktiv. Wer das klimapolitische notwendige Einsparen von Energie oder die Erh\u00f6hung der Energieeffizienz von der sozialen Frage und der Zunahme sozialer Ungleichheit losl\u00f6st, untergr\u00e4bt den gesellschaftlichen Aufbruch f\u00fcr die Sicherung der nat\u00fcrlichen Ressourcen und f\u00fcr den Klimaschutz.\u201c<\/p>\n<p><strong>Der OGBL durchkreuzt die Pl\u00e4ne von Patronat und Politik.<\/strong><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2022 folgte dann das Trauerspiel in der Tripartite. Als die CGFP und der LCGB umfielen, setzte die Regierung ihre Forderung f\u00fcr Indexmanipulationen durch: nicht nur die Verschiebung der Indextranche von Juli 2022 bis April 2023, sondern auch den Abstand von mindestens 12 Monaten zwischen zwei Indextranchen.<\/p>\n<p>Durch die Ablehnung seiner Unterschrift und aufgrund seines konsequenten Widerstands konnte der OGBL die Verschiebung der Juli-Tranche zwar nicht verhindern, aber er vereitelte die Umsetzung der Begrenzung des Index auf eine Tranche pro Jahr und verhinderte so zus\u00e4tzliche Indexmanipulationen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Verlust von mindestens einer Indextranche gef\u00fchrt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Das Tripartite-Abkommen vom September 2022 schickte diesen Teil des M\u00e4rz-Abkommens in die W\u00fcste und setzte den normalen Indexmechanismus wieder in Kraft.<\/p>\n<p><strong>Die OECD greift den Index an.<\/strong><\/p>\n<p>Am 17. November 2022 pr\u00e4sentierte dann die OECD ihren Wirtschaftsbericht f\u00fcr Luxemburg und schlug auf unseren Indexmechanismus ein. Mit ihren Ausf\u00fchrungen offenbarte die OECD zum x-ten Mal, auf welcher Interessensseite diese Organisation in Bezug auf das Verh\u00e4ltnis zwischen Kapital und Arbeit steht:<\/p>\n<p><i>\u00ab Le syst\u00e8me de l\u2019indexation des salaires risque d\u2019alimenter une inflation d\u00e9j\u00e0 \u00e9lev\u00e9e en p\u00e9riode de chocs in\u00e9dits sur les prix, et pourrait nuire \u00e0 la comp\u00e9titivit\u00e9 \u00e0 long terme. (\u2026) La p\u00e9riode actuelle de forte inflation a mis en exergue les risques inh\u00e9rents au syst\u00e8me d\u2019indexation automatique des salaires. L\u2019indexation des salaires est susceptible de cr\u00e9er une spirale salaires-prix, en particulier dans le contexte actuel d\u2019inflation \u00e9lev\u00e9e et du march\u00e9 du travail tendu. (\u2026) \u00bb<\/i><\/p>\n<p>Die von mir fett gedruckten Textpassagen offenbaren die Hinterlist der OECD-Aussagen. Vieles \u201ek\u00f6nnte sein\u201c, ohne irgendeinen Beweis zu erbringen, dass es auch so ist oder es werden wird.<\/p>\n<p>Seit Jahrzehnten wird von den Gegnern unseres Indexsystems immer wieder behauptet, dass der Index eine Lohnpreisspirale ausl\u00f6sen w\u00fcrde, die die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Luxemburgs infrage stellen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sie ignorieren bewusst, dass der STATEC wiederholt in seinen Analysen festgestellt hat, dass es eine durch den Indexmechanismus ausgel\u00f6ste Lohn-Preis-Spirale (\u201e<i>auto-allumage<\/i>\u201c) so nicht gibt, jedenfalls nicht in einem signifikativen Ausma\u00df.<\/p>\n<p>Und wenn eine andere Behauptung bis heute jeden Beweis schuldig bleibt, ist es die, dass der Index im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern zu einer Schw\u00e4chung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit Luxemburgs f\u00fchren w\u00fcrde. Und nichts deutet darauf hin, dass die aktuellen Indexanpassungen an dieser Situation etwas \u00e4ndern werden!<\/p>\n<p>Unser Indexsystem ist der OECD ein Dorn im Auge. Deshalb \u201eempfiehlt\u201c sie der luxemburgischen Regierung, unser Indexsystem nach unten zu revidieren:<\/p>\n<p><i>\u201eUne fois que la p\u00e9riode actuelle d\u2019inflation \u00e9lev\u00e9e aura pris fin, le gouvernement devrait, en consultation avec les partenaires sociaux, r\u00e9former le m\u00e9canisme d\u2019indexation des salaires pour mieux se pr\u00e9munir contre les risques qui en d\u00e9coulent pour la productivit\u00e9, l\u2019emploi et l\u2019inflation. \u201c<\/i><\/p>\n<p>Der OGBL ruft alle Parteien, die sich im Herbst den Parlamentswahlen stellen, dazu auf, den arbeitnehmerfeindlichen \u201eEmpfehlungen\u201c der OECD eine klare Absage zu erteilen.<\/p>\n<p>Dies bezieht sich auch auf die unterst\u00fctzende Haltung der OECD f\u00fcr die Patronatsforderung des sogenannten<br \/>\n\u201egedeckelten Index\u201c.<\/p>\n<p><strong>Erinnern Sie sich noch an den RTL-Aufh\u00e4nger vom 23. November 2022: \u201e51% fir gedeckelten Index\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Im Auftrag von RTL und dem Luxemburger Wort hatte die kommerzielle Gesellschaft f\u00fcr Markt- und Meinungsforschung ILRES folgende \u201eDofir oder Dog\u00e9int\u201c-Frage gestellt: \u201eEng Deckelung vum Index &#8211; dat heescht, dass den Index just bis zu engem gew\u00ebssen Brutto-Akommes ausbezuelt g\u00ebtt an net m\u00e9i fir jiddereen ass.\u201c<\/p>\n<p>Jenen Politikern, die sich mit Blick auf die anstehenden Parlamentswahlen die T\u00fcr f\u00fcr eine Diskussion \u00fcber den \u201egedeckelten\u201c Index offenlassen, sei eine profundere Analyse der ILRES-Resultate angeraten: 58,47% der Altersgruppe 18-54 Jahre ist gegen den \u201egedeckelten Index\u201c. RTL verschwieg den Umstand, dass die ins Fenster schaugestellten \u201e51% pro\u201c auf die \u201e64,53% pro\u201c der Altersgruppe \u00fcber 55 Jahre zur\u00fcckzuf\u00fchren waren. Fazit: die wahlberechtigte Bev\u00f6lkerung im berufsaktiven Alter spricht sich mehrheitlich gegen die Indexmanipulation in Form eines \u201egedeckelten\u201c Index aus. Und je j\u00fcnger die Befragten, je st\u00e4rker die Ablehnung.<\/p>\n<p><strong>Der \u201egedeckelte Index\u201c: der Anfang vom Ende des Index!<\/strong><\/p>\n<p>Der OGBL widersetzt sich kategorisch einer Begrenzung des Index. Denn eine sogenannte \u201eDeckelung\u201c w\u00fcrde mitnichten zu einem Mehr an sozialer Gerechtigkeit f\u00fchren, sondern das Gegenteil bewirken.<\/p>\n<p>Schlimmer noch: Neben dem Absinken der Lohnquote zugunsten der Betriebs- und Aktion\u00e4rsgewinne ist eine \u201eDeckelung\u201c des Index synonym f\u00fcr den Einstieg in den Ausstieg aus dem Indexsystem insgesamt.<\/p>\n<p>Allein der Umstand, dass Patronatskreise die Begrenzung des Indexsystems in Form einer \u201eDeckelung\u201c sympathisch finden und sie bef\u00fcrworten, vorschlagen und fordern, m\u00fcsste eigentlich f\u00fcr alle arbeitenden Menschen als Warnung ausreichen!<\/p>\n<p>Wenn allerdings Minister oder Politiker aus Parteien, die vorgeben, f\u00fcr den sozialen Fortschritt einzutreten, f\u00fcr demagogische Oberfl\u00e4chlichkeiten wie z.B. \u201eF\u00fcr jeden ist der Preis f\u00fcr ein Pfund Butter gleich. Warum ist es der Index nicht?\u201c empf\u00e4nglich werden und ins Wanken geraten, dann steht die Gewerkschaftsbewegung vor der dringenden Aufgabe zu erkl\u00e4ren, was der Index ist und was er nicht ist bzw. nicht sein kann.<\/p>\n<p>Dann sollte an das Jahr 2013 erinnert werden, als Jean-Claude Juncker auf dem CSV-Kongress f\u00fcr den gedeckelten<br \/>\nIndex warb.<\/p>\n<p>Dies wurde damals postwendend vom damaligen Wirtschaftsminister und Vizepremier Etienne Schneider abgelehnt: \u201eDas hilft uns nichts, deswegen wird meine Partei das nicht mittragen\u00bb.<\/p>\n<p>In einem Gespr\u00e4ch auf RTL-Radio warnte der Fraktionschef der LSAP Lucien Lux, mit vorausschauender Klarsicht, dass \u201ederlei Ma\u00dfnahme mittelfristig das Ende der automatischen Indexanpassung bedeuten w\u00fcrde. Die beginne dann bei einer Obergrenze von 2,5-fache des Mindestlohnes, die dann systematisch gesenkt werde, bis nichts mehr vom Index \u00fcbrigbleibe.\u201c<\/p>\n<p><strong>In Sachen Index muss man immer wiederholen, um was es eigentlich geht!<\/strong><\/p>\n<p>Der damalige OGBL-Pr\u00e4sident Jean-Claude Reding stellte ebenfalls klar, \u201edass ein gedeckelter Index dazu f\u00fchrt, dass Besch\u00e4ftigte mit mittlerem Einkommen weniger Geld bekommen. Diejenigen, die von ihren Dividenden oder Boni leben k\u00f6nnen, sind nicht davon betroffen. Ich habe in Jean-Claude Junckers Rede nichts \u00fcber eine Deckelung der hohen Managergeh\u00e4lter oder der Mieten geh\u00f6rt. Auch eine Kapitalbesteuerung ist kein Thema f\u00fcr ihn. Die gro\u00dfe Masse der Besch\u00e4ftigten soll weniger erhalten. Hier wird nur mit Schlagw\u00f6rtern operiert.\u201c<\/p>\n<p>Und weiter: \u201eIn Sachen Index muss man immer wiederholen, um was es eigentlich geht: Er ist ein Instrument der Lohnpolitik, das die Kaufkraft erh\u00e4lt. Der Index \u00e4ndert nichts am Unterschied zwischen kleinem und hohem Gehalt. Wenn man mehr Gerechtigkeit will, dann muss man \u00fcber die Steuerpolitik reden. Ich habe kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, die Diskussion \u00fcber den Index, unter dem falschen Vorwand der Gerechtigkeit, wieder zu beleben.\u201c (Tageblatt, 12.03.2013)<\/p>\n<p>So ist es. Die gleitende Lohnskala, der \u201eIndex\u201c, zielt angesichts steigender Lebenshaltungskosten auf die Sicherung des Wertes aller L\u00f6hne, die die Lohnskala bilden. Diese Anpassung der Einkommen, insbesondere der L\u00f6hne, ist in der Tat nichts anderes als ein zeitverz\u00f6gerter Ausgleich an die durch die Betriebe vorgenommene Erh\u00f6hung der Preise der an die Verbraucher verkauften Waren und Dienstleistungen.<\/p>\n<p>In dem Zusammenhang sei erw\u00e4hnt, dass f\u00fcr Arbeitnehmer, die nicht unter einen Kollektivvertrag fallen, der Index die einzige garantierte Erh\u00f6hung ihres Lohns darstellt (wenn man von der Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns und eventuellen Anpassungsklauseln im individuellen Arbeitsvertrag absieht).<\/p>\n<p><strong>Wer gegen den Abfall der Lohnquote ist, der sollte von der Option eines gedeckelten Index Abstand nehmen.<\/strong><\/p>\n<p>Der Index spielt also eine sehr wichtige Rolle bei der Verteilung der wirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung zwischen Kapital und Arbeit (prim\u00e4re Verteilung).<\/p>\n<p>Ohne Indexierung der L\u00f6hne oder im Fall von Indexmanipulationen oder von einer nur begrenzten Indexierung der L\u00f6hne (z.B. durch die Deckelung) w\u00fcrde sich die Verteilung des geschaffenen wirtschaftlichen Mehrwerts zugunsten der Kapitalseite verschieben. Die Lohnquote<br \/>\nw\u00fcrde fallen.<\/p>\n<p>Aus dem Gesagten wird klar, dass die automatische Lohnindexierung andere Funktionen einzul\u00f6sen hat als die eines wie auch immer gearteten Eingriffs in das Verh\u00e4ltnis der L\u00f6hne zueinander, in die Hierarchie der L\u00f6hne.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der Inflation stellt der Index den Wert eines bestimmten Lohns wieder her. Er ist nicht dazu da, die einen Lohn im Vergleich zu einem anderen Lohn aufzuwerten bzw. abzuwerten!<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu obliegt die Rolle der Gestaltung der Lohnhierarchie der Verantwortung des Arbeitgebers bzw. des Kollektivvertrags, falls ein solcher im Betrieb oder im Betriebsbereich vorhanden ist.<\/p>\n<p>Und beim gesetzlichen Mindestlohn liegt diese Verantwortung beim Gesetzgeber.<\/p>\n<p><strong>Geht es dem Patronat um die Hierarchie der L\u00f6hne? Oder geht es ihm um den Lohnabbau?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sich also Arbeitgeber f\u00fcr eine andere Hierarchie der L\u00f6hne stark machen wollen, dann liegt es in ihrer eigenen Hand und Verantwortung, es zu tun!<\/p>\n<p>Und sie m\u00fcssten in der ersten Reihe stehen, um dieses in Kollektivvertragsverhandlungen vorzuschlagen. Am OGBL wird es nicht scheitern, wenn es darum gehen wird, neben linearen Lohnerh\u00f6hungen sogenannte Sockelbetr\u00e4ge auszuhandeln, d.h. reale Lohnerh\u00f6hungen in Form eines gleichen Betrags f\u00fcr alle im Betrieb oder Betriebsbereich, unabh\u00e4ngig ihrer individuellen Lohneinstufung.<\/p>\n<p>Dieser Appell richtet sich u.a. an die Handelskammer.<\/p>\n<p>In ihren \u201e30 mesures phares\u201c mit Blick auf die Parlamentswahlen bl\u00e4st die Patronatskammer zum Generalangriff auf den Index: Gedeckelter Index ab 1,5-mal Medianlohn (d.h. ab rund 2-mal gesetzlicher Mindestlohn)!<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahme ziele darauf ab, \u201edem derzeit geltenden Modell einen sozialen und selektiven Charakter zu verleihen und die daraus resultierenden Lohnunterschiede zu verringern.\u201c<\/p>\n<p>Das Ganze kombiniert mit der perfiden Instrumentalisierung der Klimakrise (Manipulierung des Index-Warenkorbs durch die Entsorgung der fossilen Energieprodukte) und mit der Gebetsm\u00fchle der \u201emaximal eine Indextranche pro Jahr\u201c.<\/p>\n<p>Werter Herr Thelen. Wenn Sie sich Sorgen \u00fcber den \u201eunsozialen\u201c Charakter der Lohnhierarchie machen, dann sollten Sie, statt sich am Index zu vergreifen, Ihren Patronatsfreunden nahelegen erstens \u00fcberall Kollektivvertr\u00e4ge einzuf\u00fchren und sich f\u00fcr eine Modernisierung des Gesetzes \u00fcber die Kollektivvertr\u00e4ge einzusetzen und zweitens bei den h\u00f6chsten L\u00f6hnen in Zukunft auf reale Lohnerh\u00f6hungen zu verzichten und diese gewonnene Lohnmasse auf die niedrigeren Lohnklassen zu verteilen.<\/p>\n<p>Warum h\u00f6rt man von Ihnen NICHTS in diesem Sinne?<\/p>\n<p>Oder vom ehemaligen Pr\u00e4sidenten der Handelskammer, Luc Frieden, der nach der Wiederherstellung des normalen Indexmechanismus in der Herbsttripartite bedauerte \u201edass et n\u00ebt f\u00e4rdegbruecht gin ass, eng strukturell Reform ze maachen, fir zum Beispill ze soen, den Index soll limit\u00e9iert gin op dr\u00e9imol de Mindestloun (\u2026)\u201c (<i>RTL-Radio<\/i>, 5. Oktober 2022).<\/p>\n<p>Weil, wie bereits gesagt, es dem Patronat und einer Reihe von Politikern nicht um mehr Lohn- und Einkommensgerechtigkeit bzw. Eingriffe in die Lohnhierarchie geht, sondern um die allgemeine Begrenzung bzw. um den Abbau unseres Indexsystems! Und folglich um das Absenken der Lohnquoten.<\/p>\n<p>Der \u201egedeckelte\u201c Index hat \u00fcberhaupt nichts mit einem \u201eSozialindex\u201c zu tun, sondern er verdient das Pr\u00e4dikat eines \u201eArbeitgeberindex\u201c, der die Lohnmasse insgesamt nach unten revidieren soll. Und den Grundstein legen soll f\u00fcr die Verst\u00fcmmelung bis zur Abschaffung des Indexsystems insgesamt.<\/p>\n<p><strong>Es gab Zeiten einer anderen Meinung aufseiten des Patronats.<\/strong><\/p>\n<p>Zitieren wir den Wirtschaft- und Sozialrat Luxemburgs, der in seiner Stellungnahme vom 9. Dezember 1988 zum Thema \u00abIndexierung der L\u00f6hne, Renten und Sozialleistungen\u00bb folgendes festhielt:<\/p>\n<p>\u201eDer WSR ist einstimmig der Ansicht, dass die Beschr\u00e4nkung der Indexierung auf Einkommen unterhalb einer Obergrenze keine alternative Modalit\u00e4t zum derzeitigen System der Lohnindexierung darstellt. Eine solche Beschr\u00e4nkung w\u00fcrde die Gefahr bergen, dass die L\u00f6hne doppelt verhandelt werden. Au\u00dferdem k\u00f6nnten die L\u00f6hne oberhalb der Obergrenze real st\u00e4rker steigen als die L\u00f6hne unterhalb der Obergrenze.\u201c<\/p>\n<p>Diese Weit- und Einsichten des Wirtschaft- und Sozialrats sind dem Patronat und manchen Politikern abhandengekommen: Den einen weniger zu geben, wird den anderen nicht mehr bringen, sondern sogar noch &#8230; weniger bringen! Und jene, die viel bis sehr viel verdienen, werden beim Wegfall eines Teils des Index ihren individuellen Verhandlungsweg finden, um diesen Verlust auszugleichen!<\/p>\n<p><strong>Im Fall einer Deckelung des Index wird sich die Kluft zwischen hohen und mittleren L\u00f6hnen weiter vergr\u00f6\u00dfern.<\/strong><\/p>\n<p>In der Tat: Eine Deckelung des Index auf 2-, 3- oder 4-mal des gesetzlichen Mindestlohns w\u00fcrde aller Voraussicht nach die Spitzenverdiener, die in der Regel \u00fcber eine h\u00f6here innerbetriebliche<br \/>\nVerhandlungsmacht verf\u00fcgen, nicht benachteiligen.<\/p>\n<p>Sie d\u00fcrften ihre Sch\u00e4fchen ins Trockene bringen, w\u00e4hrend die mittleren L\u00f6hne nicht nur nicht mehr vom vollen Index profitieren w\u00fcrden, sondern auch \u00fcber eine geringere Verhandlungsmacht als das obere Ende der Lohnskala verf\u00fcgen w\u00fcrden, um Lohnausgleiche auszuhandeln.<\/p>\n<p>Schlimmer noch. Es darf nicht vergessen werden, dass die periodische Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns und der Renten auf der Grundlage der festgestellten Entwicklung des Durchschnittslohns erfolgt.<\/p>\n<p>Eine Indexdeckelung w\u00fcrde den Anstieg dieses Durchschnittslohns abschw\u00e4chen und sich somit negativ auf die Neubewertung sowohl des gesetzlichen Mindestlohns als auch bez\u00fcglich der Anpassung der Renten auswirken. Jede Begrenzung der L\u00f6hne durch eine Indexobergrenze wird eine geringere Aufwertung der Niedrigl\u00f6hne und der Renten bewirken!<\/p>\n<p><strong>Gedeckelter Index: Angriff auf das luxemburgische Modell der <\/strong><strong>Lohnfindung.<\/strong><\/p>\n<p>Eine Begrenzung des Indexmechanismus in Form einer Deckelung h\u00e4tte noch andere schwerwiegende Auswirkungen und Konsequenzen.<\/p>\n<p>Der Wirtschaft- und Sozialrat (WSR) deutete es an: \u201eEine solche Beschr\u00e4nkung w\u00fcrde die Gefahr bergen, dass die L\u00f6hne doppelt verhandelt werden.\u201c<\/p>\n<p>Es w\u00e4re in der Tat ein folgenreicher Eingriff in das spezifische luxemburgische Modell der Lohnfindung, das auf drei eng miteinander verbundenen und untrennbaren Pfeilern beruht: dem Indexmechanismus, dem Kollektivvertragswesen und dem gesetzlichen Mindestlohn.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung des Gesetzesvorhabens von 1975 zur allgemeinen Einf\u00fchrung der gleitenden Skala der L\u00f6hne und Geh\u00e4lter veranschaulicht diese Vernetzung zwischen dem Indexmechanismus und dem Kollektivvertragswesen und erkl\u00e4rt deren jeweiligen Missionen:<\/p>\n<p><i>\u201eDer Ausgleich der Preissteigerung belastet mit sehr gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit ohnehin die Lohnverhandlungen und es ist besser, wenn er periodisch in m\u00e4\u00dfiger Dosis gew\u00e4hrt wird, als wenn er abrupt eintritt. Dies erm\u00f6glicht es, die Tarifverhandlungen auf das Ausma\u00df der Reallohnerh\u00f6hungen zu konzentrieren, was zu erfreulichen Ergebnissen f\u00fchrt. Die Indexierung erleichtert au\u00dferdem den Abschluss von langfristigen Vereinbarungen, die als stabilit\u00e4tsf\u00f6rdernd gelten, und tr\u00e4gt dadurch und auf andere Weise zu harmonischeren Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei\u201c.<\/i><\/p>\n<p>Wenn aber der Indexmechanismus nur noch begrenzt zum Tragen kommen w\u00fcrde, dann stellt sich die obengenannte Vorhersage des WSR ein.<\/p>\n<p>Die Kollektivvertragsverhandlungen w\u00fcrden sich nicht mehr nur auf die Reallohnerh\u00f6hungen konzentrieren, sondern ebenfalls die Anpassung von L\u00f6hnen an die Inflation mitbeinhalten.<\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde den Vorteil des aktuellen Systems, n\u00e4mlich die M\u00f6glichkeit sowohl von l\u00e4ngerfristigen Vertragsabschl\u00fcssen als auch die \u201e\u00e0 la carte\u201c d.h. die f\u00fcr einen einzelnen Betrieb angepassten Kollektivvertr\u00e4ge ins Abseits stellen.<\/p>\n<p>Die Konsequenzen sind offensichtlich: Ab einer bestimmten H\u00f6he der Inflationsbewegung sind schwere und konfliktreiche Verhandlungen vorprogrammiert, was nichts anderes bedeutet, als dass der Vorteil des aktuellen Systems der luxemburgischen Lohnfindung, n\u00e4mlich der der eher konfliktarmen Arbeitsbeziehungen und der wenigen Streiktage Vergangenheit w\u00e4re.<\/p>\n<p>Das Ausland liefert uns gegenw\u00e4rtig satt voll Vergleichsbeispiele f\u00fcr diesen Zustand.<\/p>\n<p><strong>Der soziale Friede als stabilisierender Faktor und Attraktivit\u00e4tsargument f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Luxemburg h\u00e4tte wohl ausgedient.<\/strong><\/p>\n<p>Die Begrenzung des Indexmechanismus in Form der Deckelung w\u00fcrde zweifellos das gesamte Kollektivvertragswesen durcheinanderwirbeln.<\/p>\n<p>In den Niedriglohnbereichen, die nicht unter die Auswirkung des begrenzten Index fallen w\u00fcrden, w\u00fcrde sich der Patronatsdruck gegen reale Lohnerh\u00f6hungen erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>In solchen Betriebsbereichen, wo es eine breite Lohnhierarchie gibt, w\u00e4re die Gewerkschaftsseite der Forderung ausgesetzt, f\u00fcr einen Teil der Arbeitnehmer(-innen) einen Inflationsausgleich auszuhandeln.<\/p>\n<p>Was nichts anderes bedeutet, als dass unterschiedliche Lohninteressen betriebsinterne Konflikte innerhalb der Arbeitnehmerschaft ausl\u00f6sen w\u00fcrden, die sich logischerweise negativ auf die gemeinsame gewerkschaftliche Verhandlungsst\u00e4rke auswirken w\u00fcrden. Und in Betriebsbereichen, die sich insgesamt durch eine h\u00f6here Lohnstruktur auszeichnen, w\u00fcrde die Auseinandersetzung \u00fcber den Inflationsausgleich zu einem zentralen Verhandlungsgegenstand werden.<\/p>\n<p>Es versteht sich von selbst, dass die aktuelle Gesetzgebung \u00fcber die Kollektivvertr\u00e4ge weder strukturell noch prozedural auf eine solche Situation angepasst und ausgerichtet ist. Sie m\u00fcsste von Grund auf neu geschrieben werden.<\/p>\n<p>Insbesondere die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen zur Streikprozedur und zur sogenannten Friedenspflicht<br \/>\nw\u00e4ren obsolet.<\/p>\n<p><b>Die Schlussfolgerung: Finger weg vom Index! <\/b><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend muss festgehalten werden, dass die Forderung f\u00fcr eine Begrenzung, sprich Deckelung des Indexsystems einen zutiefst sozial r\u00fcckschrittlichen<br \/>\nCharakter hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Arbeitnehmer(-innen), insbesondere f\u00fcr die der untersten und mittleren Lohnschichten. Sie greift unser bew\u00e4hrtes Modell der Lohnfindung frontal an und ist darauf ausgelegt, es mittel- bis langfristig aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Der OGBL liegt richtig, wenn er eine solche Indexmanipulation strikt ablehnt. Im Interesse der gesamten Arbeitnehmerschaft Luxemburgs.<\/p>\n<p>Der Index ist eine unserer wichtigsten sozialen Errungenschaften.<\/p>\n<p>Er leistet einen sehr hohen Beitrag f\u00fcr den sozialen Frieden. Er ist sozial, wirtschaftlich und politisch stabilisierend und muss deshalb von allen fortschrittlichen Kr\u00e4ften konsequent verteidigt werden.<\/p>\n<p><strong>Andr\u00e9 Roeltgen Zentralsekret\u00e4r<\/strong><\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":14366,"template":"","categorie_communiques":[41],"syndicat":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\r\n<title>Die rote Linie - OGBL<\/title>\r\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\r\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ogbl.lu\/communique\/la-ligne-rouge\/\" \/>\r\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\r\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\r\n<meta property=\"og:title\" content=\"[:fr]La ligne rouge[:de]Die rote Linie[:en]The red line[:] - OGBL\" \/>\r\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u201eIhr habt jetzt die Wahl: entweder den \u201egedeckelten\u201c Index oder die Neutralisierung der Erd\u00f6lprodukte im Index\u201c! 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