16 Juni 2014

Die OGBL-Jugend nimmt Stellung zur Jugendgarantie

Frankreich, das sein Programm zur Jugendgarantie Ende vergangenen Jahres eingeführt hat, ist das erste Land, das seinen Anteil an den sechs Milliarden Euro, die die EU für den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit zur Verfügung gestellt hat, in Anspruch nimmt. Die OGBL-Jugend betrachtet die Jugendgarantie als wertvolle Unterstützung, die einen jungen Arbeitssuchenden in seiner langfristigen Integration in das Arbeitsleben begleitet. Die OGBL-Jugend freut sich darüber, dass dieses Instrument auch in Luxemburg demnächst eingeführt wird.

Für die OGBL-Jugend kann die Jugendgarantie nur effizient sein, wenn sie auf verschiedenen Prinzipien beruht:

  1. Sie muss sämtliche Jugendlichen miteinbeziehen, die sich am Rande des Arbeitsmarkts befinden.
  2. Sie muss schnell zum Einsatz kommen und muss innerhalb von 4 Monaten wirken.
  3. In diesem Zusammenhang sollte der Begriff „Jugendliche/r“ etwas breiter definiert und das Recht auf die Jugendgarantie auf die 25- bis 30-Jährigen ausgedehnt werden.
  4. Sie muss an jeden einzelnen Fall angepasst werden, denn die Jugendlichen sind keine einheitliche Gruppe. Sie muss auch eine ganze Reihe von passenden Maßnahmen und Qualitätsdienstleistungen ermöglichen.
  5. Darüber hinaus sollte die Anerkennung erworbener beruflicher Kompetenzen sowie nicht formaler und informeller Errungenschaften im Rahmen der Jugendgarantie harmonisiert werden.
  6. Eine Jahresbilanz muss gezogen und eine qualitätsbezogene Auswertung durchgeführt werden, um die Umsetzung des Plans zu verfolgen.
  7. Dieses Instrument muss ausreichend finanziert werden.

Gute Arbeitsplätze!

Für die OGBL-Jugend darf es nicht nur darum gehen, die Zahl der Arbeitslosen zu reduzieren, sondern es muss auch etwas gegen die Unsicherheit unternommen werden, mit der die Jugendlichen vorwiegend in der Übergangsperiode in die Arbeitswelt konfrontiert sind. Der OGBL-Jugend reicht es nicht, dass Geld in die Ausbildung und die soziale Begleitung investiert wird, sondern es sollten auch Arbeitsplätze geschaffen werden. So sollen die Unternehmen an ihre Verantwortung erinnert werden, nicht nur Jugendliche in die Lehre zu nehmen, sondern sie sollten auch dazu angeregt werden, den Jugendlichen nach ihrer Lehre einen unbefristeten Arbeitsvertrag (CDI) anzubieten.

Eine wahre Jugendgarantie muss gute Arbeitsplätze für alle Jugendlichen zum Ziel haben. Die Jugendbeschäftigung ist eine große nationale Herausforderung. Die Zukunft unseres Landes ist davon abhängig!

Mitgeteilt von der OGBL-Jugendabteilung
am 16. Juni 2014

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