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Konferenzzyklus “Digitalzukunft Matgestalten”

Der OGBL fährt mit seiner Kampagne über die Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft fort und bietet hierzu im kommenden Herbst zwei Konferenzen mit folgenden Themen an:

„Die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit und Beschäftigung‟

Am 7. Dezember um 18.30 Uhr im „1535° Creative Hub‟, 115, rue Emile Mark in Differdingen

Redner: Christophe Degryse


11. Mai 2017 – Monopole und Machtkonzentration in der digitalen Wirtschaft

Der OGBL hat am 11. Mai 2017 seinen Konferenzzyklus im Rahmen einer umfangreicheren Kampagne über die Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft (Kampagne: „Digitalzukunft matgestalten“) gestartet. Diese erste Konferenz, die auf dem Campus Belval stattgefunden hat, wurde organisiert in Zusammenarbeit mit der Personaldelegation der Uni Luxemburg. Für diese erste Konferenz hatte der OGBL Prof. Dr. Ulrich Dolata von der Uni Stuttgart eingeladen, um darzustellen, auf welche Art und Weise, ganz im Gegenteil zu dem was vor etwa 15 Jahren erwartet wurde, man zurzeit eine Entwicklung wahrer Monopole und Machtkonzentration in der digitalen Wirtschaft erlebt.

Nachdem er einen Überblick über die Hauptakteure der digitalen Wirtschaft (vor allem Microsoft, Google, Apple und Facebook) und über ihre Finanzierung gegeben hatte, hat Ulrich Dolata umrissen, auf welche Art und Weise diese Unternehmen versuchen, wahre „Ökosysteme“ aufzubauen, die man als geschlossen betrachten kann, wobei jeder auf seine Art ein breites Spektrum von Dienstleistungen anbietet, von denen die einen mit den anderen verstrickt sind, mit dem Ziel, dass der Benutzer oder Kunde in diesem Ökosystem bleibt, und dass er bloß nicht auf die Idee kommt das System zu wechseln oder ganz einfach dabei gebremst wird (die Apple-Produkte zum Beispiel sind nicht mit anderen Marken kompatibel).

Ulrich Dolata hat auch hervorgehoben wie enorm wichtig die Forschung und Innovation für diese Unternehmen sind (intern und streng vertraulich), ein entscheidendes Element, um ihr Monopol gegenüber der Konkurrenz zu bewahren. Eine Konkurrenz die diese nicht scheuen aufzukaufen, sobald sie eine Gefahr für ihr Monopol wahrnehmen.

Doch die Besonderheit der digitalen Wirtschaft besteht für Ulrich Dolata darin, dass diese Akteure nicht nur Märkte monopolisieren, sondern dass sie selbst neue Märkte kreieren, die sie regulieren und kontrollieren.


6. Juni 2017 – Falsche Selbstständige und gewerkschaftliche Aktion

Der OGBL hat im vergangenen Mai einen Konferenzzyklus gestartet, der zu einer breiter gefächerten Kampagne gehört, über die Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft (Kampagne unter dem Namen „Zur Gestaltung der digitalen Zukunft beitragen“). Am 6. Juni wurde in der „Maison du Peuple“ in Esch/Alzette die zweite Konferenz dieses Zyklus abgehalten. Der OGBL hatte für diese Gelegenheit Veronika Mirschel der deutschen Gewerkschaft ver.di eingeladen. Diese ist verantwortlich für eine relativ originale Abteilung in der gewerkschaftlichen Landschaft, denn sie ist den selbstständigen Arbeitern gewidmet. Ein Statut, das laut den Spezialisten sich mit dem Digitalisierungsprozess immer stärker entwickeln wird. Handelt es sich hierbei wirklich noch um Selbstständige?
Veronika Mirschel kam zuerst, bei ihrer Rede, auf diese bahnbrechende Abteilung zu spreche, die 2001 bei
ver.di gegründet wurde, die Schwierigkeiten, denen sie begegnet ist, ihre Entwicklung und ihr Erfolg. So verfügt ver.di europaweit über ein einzigartiges Instrument, um Kollektivverträge für Selbstständige auszuhandeln. Indem sie sämtliche Aktivitäten ihrer Abteilung aufzählte, hat sie die Wichtigkeit unterstrichen, die den Fragen der sozialen Sicherheit zugestanden wird.

Die Gewerkschaftlerin hat anschließend etwas genauer die Herausforderungen und Schwierigkeiten erläutert, mit denen die Abteilung im Rahmen der Digitalisierung konfrontiert ist. In der Tat, bei digitalen Plattformen wie es Uber eine ist, stellt sich zum Beispiel eine neue Frage zur Art der Beziehung zwischen dem Selbstständigen und seinem „Kunden“. Die digitale Plattform selbst stellt sich dabei nur als Vermittler, die Personen miteinander in Kontakt bringt. Wie steht es um die Verantwortung bei Streitfällen? Hierbei handelt es sich um eines der Themen, die bei dieser sehr lehrreichen Konferenz angesprochen wurde.


4. Juli 2017 – Die Überwachungsgesellschaft und die Demokratie im Zeitalter der Digitalisierung

Im Rahmen seiner Kampagne, die dem Digitalisierungsprozess der Gesellschaft und der Wirtschaft gewidmet ist (Kampagne unter dem Titel „Zur Gestaltung der digitalen Zukunft beitragen“), hat der OGBL am vergangenen 4. Juli in der „Maison du Peuple“ in Esch/Alzette eine dritte Konferenz organisiert, im Rahmen eines Zyklusder im Dezember zu Ende geht. Das Thema dieser Konferenz war: „Die Überwachungsgesellschaft und die Demokratie im Zeitalter der Digitalisierung“. Ein Thema, dem die Rednerin, Frau Dr. Clémentine Boulanger (Universität Luxemburg), ihre Doktorarbeit gewidment hat.

Muss man sich gegenüber der Digitalisierung der Gesellschaft in Acht nehmen, bis zu dem Punkt, wo sie zusammen mit einer gewissen Entwicklung der Gesetzgebung eines Tages die Demokratie verschwinden lassen wird? Dies ist zumindest eine Möglichkeit, wie es unserer Gesellschaft gehen könnte, glaubt man Clémentine Boulanger. Indem sie sich von den Thesen von Michel Foucault und Giorgio Agamben inspiriert, kann sich die Juristin sehr wohl das Ereignis eines digitalen Haftsystems vorstellen, das von den Machthabern kontrolliert wird, und das die Überwachung und Kontrolle der gesamten Gesellschaft fördert. Eine allgemeine Inhaftierung, die durch die ständige Ausbeutung der persönlichen Daten der einzelnen Personen, die dank der immer besser werdenden Technologien gesammelt und verarbeitet werden.

Die technologischen, sozialen und sicherheitsbezogenen Imperative könnten nach und nach die Machthaber dazu bringen, eine kontinuierliche Überwachung der einzelnen Menschen durchzuführen, um deren Benehmen zu kontrollieren.


4. Oktober 2017 – Das Modell „Uber‟ und die kollaborative Wirtschaft

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