Leistungen im Kranheitsfall

Arbeitnehmern steht im Krankheitsfall die Lohnfortzahlung durch ihren Arbeitgeber für mindestens 77 Tage der Arbeitsunfähigkeit zu. Über diese Frist hinaus zahlt die Nationale Gesundheitskasse eine finanzielle Entschädigung. (Siehe ebenfalls Rubrik „Nationale Gesundheitskasse“).

Das Recht auf Krankengeld ist auf 52 Wochen begrenzt während einer Referenzperiode von 104 Wochen.

Freiwillige Krankenversicherung

Alle Personen mit Wohnsitz im Großherzogtum Luxemburg können freiwillig eine Krankenversicherung abschließen. In diesem Fall werden die Sachleistungen erst nach einer Frist von drei Monaten gewährt.

Krankenweiterversicherung

Nach Ablauf des Arbeitsverhältnisses bleibt die Krankenversicherung für den laufenden Monat und die drei folgenden Monate bestehen, unter der Bedingung, dass der/die Arbeitnehmer/in während der sechs vorangegangenen Monate versichert war. Wird der/die Versicherte zum Zeitpunkt der Beendigung des Versicherungsverhältnisses wegen einer Krankheit behandelt, kann der Versicherungsschutz um zusätzliche drei Monate verlängert werden. Beruht die vollständige Erwerbsunfähigkeit auf einem Arbeitsunfall, kann der Versicherungsschutz bis auf zwölf Monate ausgedehnt werden. Der/die Beschäftigte kann sich innerhalb von sechs Monaten bei seiner/ihrer Krankenkasse weiterversichern.

Mutterschaftszulage

Berufstätige Mütter erhalten von der Krankenkasse acht Wochen vor und acht Wochen nach der Niederkunft eine Mutterschaftszulage entsprechend den im Krankheitsfall gezahlten Leistungen. Die Anspruchsberechtigte muss während der zwölf Monate vor der Niederkunft mindestens sechs Monate erwerbstätig gewesen sein. Für stillende Mütter und bei Früh- oder Mehrlingsgeburten wird die Mutterschaftszulage noch während vier weiteren Wochen ausbezahlt.

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