• Home
  •  | 
  • Was die Initiative für eine Sorgfaltspflicht in Luxemburg verlangt

Was die Initiative für eine Sorgfaltspflicht in Luxemburg verlangt

Dossier_2021_1_image2

Nach den UN-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte haben Unternehmen die Verantwortung, die Menschenrechte in ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu respektieren. Zu diesem Zweck müssen sie eine „angemessene Sorgfalt“ durchführen. Im Rahmen dieser Prozedur muss ein Unternehmen

  • bewerten, ob es Menschenrechte verletzt und ob ein Risiko dazu besteht
  • falls erforderlich, wirksame Maßnahmen ergreifen
  • über seine Bewertungen und die getroffenen Maßnahmen Bericht erstatten

Wir schlagen vor, dass diese Prozedur für transnationale Unternehmen mit Sitz in Luxemburg zur Pflicht wird, einschließlich der Einhaltung der Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der internationalen Umweltstandards und -abkommen. Um die Transparenz der Prozedur zu gewährleisten, müssen die Unternehmen die Ergebnisse der Bewertungen und die getroffenen Maßnahmen veröffentlichen.

Zu diesem Zweck sollte der Staat Maßnahmen zur Überwachung der Einhaltung dieser „Sorgfaltspflicht“ vorsehen, indem er eine unabhängige Kontrollinstanz einrichtet, die die Umsetzung durch transnationale Unternehmen überwacht. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtung sollte mit Sanktionen belegt werden. Darüber hinaus wäre es notwendig, einen Mechanismus einzurichten, der den Opfern von Menschenrechts- und Umweltverletzungen den Zugang zu Gerichten und Wiedergutmachung ermöglicht.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.