25 Juni 2014

Pflege-und Sozialsektor

SAS-Kollektivvertrag: Entscheidender Moment

Die für den Kollektivvertrag des luxemburgischen Pflege- und Sozialsektors (secteur d’aide et de soins, SAS) zuständige Tarifkommission des OGBL hat in der Maison du Peuple in Esch getagt und die Marschroute für die anstehenden Verhandlungen des SAS-Kollektivvertrags festgelegt.

Seit Jahren fordert der OGBL, dass mehrere Laufbahnen der sozioedukativen und der Gesundheitsberufe endlich an die Studiendauer und an die hohe berufliche Verantwortung dieser Berufe angepasst und aufgewertet werden. Diese Aufwertungen sind jetzt endlich im Rahmen der sogenannten Gehälterreform im öffentlichen Dienst geplant.

Weil im SAS-Kollektivvertrag geschrieben steht, dass er sich gleichwertig zu den Gehältergesetzen im öffentlichen Dienst Luxemburgs zu entwickeln hat, fordert der OGBL die Regierung auf, dass sie die Laufbahnenreform im öffentlichen Dienst nun zügig zur gesetzlichen Abstimmung im Parlament voranbringt.
Dieselbe Forderung gilt auch für die legale Umsetzung des Gehälterabkommens, das eine Erhöhung des Punktwerts um 2,2%, sowie eine einmalige Prämie von 0,9% beinhaltet. Diese Lohnentwicklungen müssen ebenfalls integral in die Kollektivvertragsverhandlungen im SAS-Sektor einfließen.

Weil eine konfliktuelle Entwicklung der Verhandlungen nicht auszuschließen ist, haben die rund 100 anwesenden Personaldelegierte des Sozial- und Pflegesektors beschlossen, dass der federführende OGBL – seit den Sozialwahlen im vergangenen November repräsentiert der OGBL 83% des Personals des SAS-Bereichs – das Personal aller Betriebe auf eine eventuell notwendig werdende gewerkschaftliche Mobilisierung vorbereitet. Eine diesbezügliche Informations- und Sensibilisierungskampagne wird kurzfristig in die Wege geleitet.

Mitgeteilt vom OGBL-Syndikat Gesundheit und Sozialwesen
am 25. Juni 2014

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