15 November 2012

Orientierungsdebatte über die Luftfahrt im Parlament

Die Position des OGBL wurde bestätigt

Nach der sehr erfolgreichen Protestkundgebung der Flughafenbeschäftigten vor dem Parlament, wohnte heute Vormittag eine zehnköpfige Delegation des OGBL, bestehend aus Personalvertretern von Cargolux und Luxair, der Orientierungsdebatte über die Luftfahrt in der Abgeordnetenkammer bei.

Zwischen dem 28. September und dem 23. Oktober 2012 hatte der OGBL auf eigene Anfrage hin Unterredungen mit der CSV und der LSAP sowie mit sämtlichen im Parlament vertretenen Oppositionsparteien, also mit déi Gréng, déi Lénk, DP und ADR.
Mit Ausnahme der CSV, übernahmen die Redner aller anderen Parteien Teile oder die Gesamtheit der Argumentation des OGBL zum Dossier Cargolux-Luxair. Der OGBL sieht sich in seiner Vorgehensweise und in seiner Argumentation bestätigt.

Erpressungsversuch des Nachhaltigkeitsministers

Die Regierungsvertreter Wiseler und Frieden hatten ihre Mühe dem Druck der Abgeordneten stand zu halten. Nach wie vor bleiben sehr viele Fragen unbeantwortet, sowohl was den Standort Luxemburg als auch die Strategie von Cargolux und Luxair aber auch was die Rolle von Qatar Airways und das Einsetzen eines neutralen Managements bei Cargolux und zum Teil auch bei Luxair anbelangt. Offen bleibt nach wie vor die Frage nach einer Absicherung der Arbeitsplätze.

Die Kritik der Volksvertreter prallte jedoch unverständlicherweise an den Regierungsvertrern ab. Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister Wiseler offenbarte, dass über die Kollektivvertragsverhandlungen sowohl bei Cargolux als auch bei Luxair die Personalkosten gesenkt werden müssten. Vorgreifend schlussfolgerte er, entweder man finde diesbezüglich eine Einigung, oder es würden Konsequenzen gezogen. Gleichzeitig plädierte er, im Widerspruch dazu, für das Beibehalten des Luxemburger Sozialmodells.

Der OGBL wertet die Drohung Wiselers als inakzeptablen Erpressungversuch gegen die Interessen des Personals.
Der OGBL wird mit den Beschäftigten von Cargolux, Luxair und des Flughafens alle gesetzlichen und gewerkschaftlichen Mittel einsetzen, falls die Regierung weiterhin den sozialen Besitzstand in Frage stellt.

Mitgeteilt vom OGBL-Syndikat zivile Luftfahrt
am 15. November 2012

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