18 Juni 2018

Ende der Streikbewegung im Pflegesektor

Ein Erfolg auf der ganzen Linie für den OGBL und die streikenden Arbeitnehmer in mehreren Pflegeheimen

greve_bettembourg

Eine OGBL- und eine COPAS-Delegation wurden am 16. Juni 2018 im Staatsministerium von Premierminister Xavier Bettel, Finanzminister Pierre Gramegna und Sozialminister Romain Schneider empfangen, um den Sozialkonflikt, der sich seit einigen Wochen in mehreren Pflegeheimen verschäft hat, zu einem Ende zu führen.

Die von der Regierung unter dem Impuls vom Sozialminister vorgeschlagene Lösung, gibt dauerhafte und endgültige materielle Garantien, die es ermöglichen, den Konflikt zu beenden. In der Tat, in Anbetracht dieser, haben die COPAS sowie die Direktionen der Pflegeheime „An de Wisen“ (Sodexo) in Bettemburg sowie ZithaSenior Luxemburg und Petingen keine andere Wahl mehr gehabt, als endlich die Forderungen des OGBL zu akzeptieren und schwarz auf weiß, das Abkommen mit Letzterem zu unterzeichnen, und es so zu beglaubigen.

Das Abkommen sieht erstens vor, dass die Direktionen der betroffenen Pflegeheime sich dazu verpflichten die Laufbahnen der Arbeitnehmer, die unter den FHL-Kollektivvertrag fallen, nach den Modalitäten des 2017 unterzeichneten Abkommens wiederaufzuwerten, was die Direktionen bis dato ablehnten. Dies war genau der Gegenstand des Sozialkonfliktes, der zum Streik in mehreren Pflegeheimen geführt hat.

Das Abkommen sieht anschließend die Garantie vor für sämtliche Arbeitnehmer die im Pflegebereich unter den FHL-Kollektivvertrag fallen – also nicht nur die Arbeitnehmer der Pflegeheime, die in den vergangenen Tagen gestreikt haben – damit sie von den Bedingungen des FHL-Kollektivvertrags profitieren können, und das bis zu ihrer Rente. Darüber hinaus wurde ebenfalls die Garantie gewährt, dass sämtliche Arbeitnehmer die im Pflegesektor unter den FHL-Kollektivvertrag fallen, in Zukunft auf dynamische Weise von diesem Kollektivvertrag profitieren, das heißt, dass sie von Rechts wegen von den zukünftigen Entwicklungen dieses Kollektivvertrags profitieren werden.

Unter Betrachtung des Abkommens, sieht der OGBL seine Forderungen erfüllt und hat demnach beschlossen, die Streikbewegung noch am Nachmittag des 16. Juni 2018 zu beenden. In der Tat handelt es sich für den OGBL um einen Erfolg auf der ganzen Linie. Es muss unterstrichen werden, dass dieser Erfolg nur möglich wurde, durch den Willen und die Entschlossenheit der Arbeitnehmer, die in den vergangenen Tagen gestreikt haben.

Der OGBL und die Arbeitnehmer die gestreikt haben sind die ersten die sich darüber freuen, dass der soziale Frieden endlich wieder in den Sektor eingekehrt ist, und dass eine Qualitätsbetreuung der Bewohner der verschiedenen Pflegeheime, wieder von den Pflegedienstleistern gewährleistet ist.

Der OGBL erinnert mit Nachdruck daran, dass der Streik nie ein Ziel an sich darstellte, sondern im Gegenteil sind die betroffenen Arbeitnehmer von ihren verschiedenen Direktionen dazu gezwungen worden, zum letzten gewerkschaftlichen Mittel zu greifen, das ihnen zur Verfügung steht, um ihre Rechte durchzusetzen und das ihnen Geschuldete zu erlangen. Es wird nie genügend unterstrichen werden, wie herzzerreißend es für eine Pflegeperson ist, auf ihre Berufung zu verzichten indem sie die Arbeit niederlegt, um ihre Rechte durchzusetzen. Damit diese Art von Arbeitnehmern, die diese Berufe ausüben sich dazu entschließt zu streiken, muss man sich wirklich bewusst sein, dass sämtliche Grenzen vonseiten ihrer Arbeitgeber überschritten wurden.

Mitgeteilt vom OGBL-Syndikat Gesundheit und Sozialwesen
am 16. Juni 2018

 

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