9 Juni 2017

Universität Luxemburg

Konstruktiver Austausch zwischen SEW/OGBL und LSAP

Entrevue_SEW_LSAPEine Delegation der Abteilung Hochschule und Forschung des SEW/OGBL, zusammengesetzt aus Frédéric Krier, Zentralsekretär, und den Personaldelegierten Nadjia Ekwegbalu-Khomri, Pedro Mendes und David Jacquet hat sich kürzlich mit Mitgliedern der parlamentarischen Fraktion der LSAP (Taina Bofferding, Tess Burton, Franz Fayot, Roger Negri sowie dem Rat Tom Wenandy) zu einem Gedankenaustausch über das neue Gesetzesprojekt über die Universität Luxemburg getroffen.
Die Gewerkschaftsdelegation hat unterstrichen, dass der kürzlich eingereichte Gesetzesentwurf sie insgesamt nicht zufriedenstellt, auch wenn er einige Verbesserungen gegenüber dem Gesetz von 2003 bringt. Insgesamt gesehen geht das Projekt nicht in Richtung einer internen Erweiterung der Demokratie und einer Teilnahme des akademischen Körpers am Entscheidungsprozess. Vielmehr verstärkt er die Zentralisierung der Macht in den Händen vom Vorstand, der von der Regierung genannt ist. Das SEW/OGBL widersetzt sich auf jeden Fall der vorgesehenen Abschaffung der Fakultätsräte und der Abschiebung des Universitätsrates, der sich zusammensetzt aus gewählten Personal- und Studentenvertretern, in eine rein konsultative Rolle. Für das SEW/OGBL müsste der Universi-tätsrat über reelle Befugnisse verfügen, um pädagogische und wissentschaftliche Angelegenheiten der Universität zu regeln, wobei der Vorstand sich um die mittel- und langfristigen strategischen Orientierungen kümmern müsste.
Das SEW/OGBL schlägt in diesem Zusammenhang vor, die vorgesehene Erweiterung des Vorstands dazu zu benutzen, um ebenfalls eine Vertretung der luxemburgischen Zivilgesellschaft vorzusehen, wobei zurzeit die luxemburgische Seite des Vorstands sich nur aus Vertretern aus der Wirtschaft zusammensetzt. Das SEW/OGBL verlangt vor allem eine Personalvertretung mit Stimmrecht, so wie es durch das luxemburgische Arbeitsgesetz für die Verwaltungsräte vorgesehen ist. Die Einladung in Zukunft des Präsidenten der Personalvertretung als Beobachter ist in diesem Zusammenhang als erster Schritt in die richtige Richtung zu betrachten.
Die LSAP-Vertreter haben sich mit Interesse die Bemerkungen und die Vorschläge des SEW/OGBL angehört.
Beim Austausch ging es anschließend um die aktuelle Lage an der Universität. Die beiden Seiten sind sich insofern einig, dass die neuesten Entwicklungen, die im Rücktritt des Rektors Rainer Klump gipfelten, die Notwendigkeit bestätigt haben, dass die Entscheidungsprozeduren transparenter werden, was übrigens in der externen Bewertung der Universität hervorgehoben wurde. Darüber hinaus warnen die beiden Seiten vor der Durchführung einer übertriebenen Sparpolitik, die die Gefahr mit sich bringt, dass die zukünftige Entwicklung der Universität gestört wird, und könnte die Aufgabe verschiedener Unterrichtsangebote mit sich bringen.

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